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  • VonHans-Jürgen Linke
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Irgendwo muss es einen Ort geben, an dem die Dinge liegen, die spurlos verschwunden sind. Immerhin haben die Fluggesellschaften in vier Jahren 164 Millionen Gepäckstücke verschlampt. Von Hans-Jürgen Linke

Irgendwo muss es einen Ort geben, an dem die Dinge liegen, die spurlos aus der Wirklichkeit und aus unserem Gedächtnis verschwunden sind. Damit die Vorstellung vom spurlosen Verschwinden physikalisch nicht naiv ist, muss eine Erklärung her, warum Dinge verschwinden und wohin.

Der Ort, nach dem zu suchen ist, wäre riesig und unsichtbar, nicht kleiner als die Welt der Real- und Finanzwirtschaft. Er ist nur nicht da, wo wir Wirklichkeit vermuten, aber ungemein viele Dinge müssen dort Platz finden.

Zu all dem, was wir dort abgeladen haben und noch abladen werden, kommen die 42 Millionen Gepäckstücke, die die Fluggesellschaften im Jahre 2007 verschlampt haben, die 30 Millionen verlorenen Gepäckstücke aus 2005 und die 34 Millionen aus 2006 und die hochgerechneten 54 Millionen Koffer aus 2008.

Macht zusammen 164 Millionen Gepäckstücke. Wenn wir dazu all die Kisten rechnen, die im Speditionswesen vom Wagen gefallen sind, wird klar: Dieser Ort hat enorm elastische Grenzen und kann von keinem Ort der realen Welt weit entfernt sein.

Aber was grübeln wir: Es ist nicht unsere Aufgabe! Es ist die Aufgabe der Fluglinien, Speditionen, Banken und Versicherungsgesellschaften. An die Arbeit, Leute! Eine allgemeine Theorie des spurlosen Verschwindens muss her, und eine präzise Kartografie der Ablagewelt!

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