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Eine Hummel an einer Blüte.
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Eine Hummel an einer Blüte.

Times mager

Flugobjekt

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Weiß eigentich die Hummel, dass sie, aerodynamisch gesehen, gar nicht fliegen kann?

Sehr abrupt fangen dicke Tropfen an zu fallen. Doch eine Hummel startet – ach was, düst wie Daniel Düsentrieb – vom Balkon aus in den Regen, tollkühn wie die Atlantiküberquerer Alcock und Brown. Also, im Verhältnis betrachtet. Sie düst also los, die Tropfen trommeln indessen, dicht an dicht, so dass sich zwangsläufig Fragen stellen.

Etwa die: Warum ruft sie sich kein Insektentaxi? Und die: Sind Hummeln nicht klug genug, sich unterzustellen, wenn dicke Tropfen zu fallen beginnen? Zum Beispiel nicht gewieft genug, erst mal in die bereitgestellte Hibiskusblüte zu kriechen? Oder die: Hätten wir ihr, da sie offenbar entschlossen war, einen Regenschirm anbieten sollen?

Denn was passiert, wenn eine Hummel, die im Regen nach Hause will zu Mann und Kind, von einem dicken Tropfen mittenmang getroffen wird? Schüttelt sie sich wie ein Hund? Fängt sie an zu fluchen, dies aber natürlich mit so zartem Hummelstimmchen, dass wir Menschen es nicht hören können? Wird sie, Gott behüte, verletzt und muss den Rest des Weges humpeln. Beziehungsweise flumpeln ... Wie kann es eigentlich sein, dass es in unserer Sprache kein Wort gibt für humpelnde Flugobjekte?

Allerdings behauptete im Radio erst vor kurzem wieder jemand, Hummeln könnten eigentlich gar nicht fliegen. Dies allerdings nur theoretisch, denn praktisch tun sie es ja die ganze Zeit. Theoretisch: Die Hummel ist zu dick für die Größe ihrer Flügel. Nach den Gesetzen der Aerodynamik dürfte sie gar nicht abheben vom Lavendelstängel. Praktisch: Sie fliegt sogar in den Regen hinaus, dabei weiß doch jede und jeder, dass nasse Kleidung schwerer ist als trockene – das gilt sicher auch für Hummelpelzchen.

Während es die Hummel, jedenfalls die fliegende Hummel, also gar nicht geben dürfte, glaubt rund die Hälfte aller US-Amerikaner, dass irgendwo auf dieser Welt noch Dinosaurier leben. Und von Blüte zu Blüte schwirren. Okay, Letzteres haben wir erfunden; denn selbstverständlich gehen die Befragten, die an Dinosaurier glauben, davon aus, dass diese sich von den Menschen ernähren, die nach ihnen suchen – so dass eben auch kein Augenzeugenbericht und kein Foto uns erreicht. Es könnte allerdings auch sein, dass Hillary Clinton und Angela Merkel persönlich die Dinos mit den allzu Neugierigen füttern.

Anlässlich der Umfrage haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass es in gewissem Sinn tatsächlich noch Dinosaurier oder jedenfalls ihre Nachfahren gibt: Vögel. Aber wenn ein Brontosaurus zu einer Lerche werden kann, dann doch sicher auch zu einer Hummel. Es würde erklären, warum Hummeln sich vor nichts fürchten außer vor Meteoriten. Wenn Sie mir nicht glauben, fragen Sie sie.

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