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Dieser Bart ist sichtbar fake.
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Dieser Bart ist sichtbar fake.

TIMES MAGER

Fakebart

  • Sandra Danicke
    VonSandra Danicke
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Würden Sie sich für einen üppigen Vollbart acht Stunden unters Messer legen? Es gibt Männer, die tun es. Angeblich können sie danach besser Fußball spielen.

Es ist erschreckend. Oder ist es einfach nur lustig? Während die Werbung und Fashionwelt den androgynen Mann propagiert, während Schauspieler wie Lars Eidinger, Billy Porter oder Jaden Smith (Sie wissen schon: der Sohn von Will) gerade dafür gefeiert werden, dass sie sich traditionellen Gender-Normen widersetzen, mal Kleider oder Lippenstift tragen und ein (nun auch schon nicht mehr ganz neues) Modell von Geschlechteridentität vorleben, wollen manche Männer einfach nur: männlich sein.

Zugegeben, diese Nachricht allein hat keinen großen Neuigkeitswert. Männer, die glauben, mit möglichst vielen Muskeln möglichst attraktiv zu erscheinen, gab es immer, wird es womöglich auch immer geben. Aber wir reden hier nicht von (im weitesten Sinne) Sport. Wir reden von Barttransplantationen. Bärte an sich sind natürlich nichts Schlechtes. Jesus trug einen, ZZ-Top wurden damit berühmt (okay, auch ein bisschen mit ihrer Musik), und auch Ingo Zamperoni sieht mit Bart gar nicht schlecht aus. Grundsätzlich ist es ja auch etwas Schönes, dass der Trend zur völligen Enthaarung offenbar durch ist.

Dass man sich aber für etwas, das im Gesicht wächst (oder eben nicht), acht Stunden (!) unters Messer legt, ist dann doch einigermaßen neu - abgesehen vielleicht vom Fall Jürgen Klopp, aber der ist ein Sonderthema. Wobei der Teppich um den Mund offenbar tatsächlich vor allem in Fußballerkreisen en vogue ist. Namentlich in England: „Wir sehen in Bezug auf Haartransplantationen definitiv den Wayne-Rooney-Effekt in den vergangenen Jahren“, erzählte ein Doktor namens Matee Ullah unlängst der Boulevardzeitung „Sun“. „Wir verzeichnen mehr Nachfragen von Fußballern als jemals zuvor“, verriet der Mediziner, der offenbar diverse Kliniken in London und Manchester betreibt und es demnach wissen muss. Er will auch schon zahlreiche berühmte Spieler behandelt (sagt man so?) haben, darf aber natürlich keine Namen nennen. Nur soviel: Das volle Haar könne sich auf die Leistung des Fußballers positiv auswirken. Denn wenn das Selbstvertrauen steige, spiele man besser.

Jetzt ist es natürlich schade, dass man das nicht viel früher gewusst hat. Kaum auszudenken, was einer wie Bernd Hölzenbein mit Bart noch alles hätte erreichen können. Günter Netzer scheint immerhin eine Ahnung davon gehabt zu haben, wie man mit einer Haarpracht den Gegner in die Knie zwingen kann.

Es wäre nun auch interessant, zu sehen, ob ein Selbstdarsteller wie Lars Eidinger mit Vollbart womöglich noch mehr aus sich herausholen könnte als ohnehin schon. Aber wahrscheinlich wäre das dann doch zu viel des Guten.

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