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Enten setzen sich auch schonmal über Vorschriften hinweg.
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Enten setzen sich auch schonmal über Vorschriften hinweg.

Times mager

Enten

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Man fragt sich schon ein bisschen, was das soll: Über Enten, die in diesem Sommer heftig unterwegs waren.

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Die Entenredaktion der Frankfurter Rundschau erklärt hiermit die Brutzeit vorläufig für beendet und zieht eine erste Bilanz. Noch liegen keine wasserdichten Zahlen vor, aber nach inoffiziellen Berechnungen mussten in diesem Sommer knapp siebenhundert Autobahnen, achttausend Bundesstraßen und jeder zweite innerörtliche Verkehrsweg vorübergehend gesperrt werden, weil Entenfamilien freies Geleit verlangten. Man fragt sich schon ein bisschen, was das soll.

Jeder weiß schließlich, dass Enten alles können. Davon träumen wir Menschen nur. Haha! Da lachen die Enten, wenn sie ihre Fähigkeiten mit unseren vergleichen. Gut, Papageitaucher können noch viel mehr. Papageitaucher fliegen, kaum dass sie auf einem Felsen in der Grönlandsee geschlüpft sind, aufs offene Meer, ohne Mama und Papa, und bleiben fünf Jahre draußen. Bestehen Abenteuer, lernen fremde Sprachen, halten alles in Schach, was unter Wasser an sie herantritt, kehren irgendwann triumphal zurück, gründen ihre Familie, entertainen Touristen und Whalewatcher, werden 25 Jahre alt und klagen nie.

Enten sind keine Luschen

Aber Enten sind auch keine Luschen. Kennen sich in jedem Element aus. Können 1.) fliegen, 2.) schwimmen, 3.) tauchen, 4.) watscheln, 5.) auf Balkons im fünften Stock brüten (daher vermutlich der Name Stockente), 6.) Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh – sämtlich Vorgänge, die wir Menschen nur unter Verrenkungen hinkriegen, wenn überhaupt.

Ein Lieblings-Anblick des Entenfreundes und zugleich Gipfel der Anmut ist das Wassern. Elegant schwebt das Tier dem See/Fluss entgegen, drosselt die Reisegeschwindigkeit kurz vor der Niederkunft, gleitet dann einige Meter auf den Füßen über die Gewässeroberfläche. Rauschend, auch der verdiente Applaus.

Bisweilen sitzt der Ente zudem der Schalk im Gefieder. Aus dem sachsen-anhaltinischen Burgenlandkreis erreicht uns die Kunde: „Aufregung in Zangenberg – 30 Enten sind wieder da“. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ weiter ausführt, fehlte von der Gruppe plötzlich jede Spur. Hobby-Landwirtin Petra Landmann meldete sie gestohlen – bis ein Nachbar die Mischpoke im Gebüsch fand, wo sie sich „mucksmäuschenstill“ versteckte. Petra Landmanns herzerwärmendes Resümee: „Sie hatten sich wohl vor dem Dauerregen da verkrochen, aber abends, da wissen sie dann, wo sie hingehören, wo ihr Stall ist und wo es Futter gibt!“ Umso mehr muss verwundern, dass diese schnabelhaften Tiere dauernd überall medienwirksam den Verkehr aufhalten, wie eingangs erwähnt. Aber so eine Ente, die will halt in die Zeitung.

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