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Ist für seine auffälligen Brillen bekannt: Elton John.
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Ist für seine auffälligen Brillen bekannt: Elton John.

Times mager

Elton John

  • Sandra Danicke
    VonSandra Danicke
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Elton John bringt eine Brillen-Kollektion heraus? Und das soll für jeden und jede etwas sein?

Einmal die Welt in rosarot sehen? Das geht mit gefärbten Brillengläsern. Aber natürlich gehört dazu auch die entsprechende Haltung, die nicht notwendigerweise naiv sein muss. Es gibt ja durchaus schöne Dinge, die täglich passieren. Ein Scherz an der Haltestelle, ein in der Tasche des Wintermantels gefundener Zehn-Euro-Schein, ein Stück Erdbeertorte, solche Sachen.

Aber darum soll es hier gar nicht gehen, sondern um Elton John, genauer: um seine Brillen. Die kann man demnächst kaufen. Der Musiker hat insgesamt 60 verschiedene Modelle entworfen, die alle ein E im Bügel haben. Jedes der Gestelle spielt auf einen Moment seiner Karriere an. Eines heißt „Rocketman“, ein anderes „A-List“, ein drittes „Prodigy“.

Zurecht werden Sie einwerfen, dass man mit den Brillen, die man von Elton John kennt, keinesfalls irgendwo gesehen werden möchte, außer vielleicht an Halloween. Aber die Wahrheit ist: Elton John möchte gar nicht, dass jemand anderes aussieht wie Elton John. „Elton John Eyewear feiert Selbstvertrauen, Selbstdarstellung und Authentizität“, betont der Sänger in einer Pressemitteilung, aber – und jetzt kommt’s: „Die Linie ist so konzipiert, dass sie für jeden etwas bietet, so dass man, egal wer man ist, immer wie man selbst aussehen kann. Es geht nicht nur um Brillen, sondern darum, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen sich selbst sehen.“

Wir fassen an dieser Stelle zusammen: Mit einer Elton-John-Brille sieht man aus wie man selbst, also wie immer. Jeder, also auch ein schüchterner Finanzprüfer, findet ein passendes Modell. Glitzer und schrille Farben sind damit schon mal raus. Die Brille führt aber trotzdem dazu, dass man sich neu sieht. Das liegt vermutlich daran, dass man beim Brillenkauf üblicherweise die Sehstärke noch einmal überprüfen lässt.

Ein Blick ins Netz fällt dann aber doch arg enttäuschend aus. Die Brillen aus der Elton-John-Kollektion sind stinknormale Nullachtfünfzehn-Modelle. Sie unterscheiden sich kein Stück von dem, was man in einem gut sortierten Optiker-Geschäft findet. Das ausgefallenste ist womöglich das Modell „Bebop“ in rot-braun. Und vielleicht noch die Sonnenbrille mit den rosafarbenen Gläsern. Vermutlich sieht man sich damit ganz neu, wenn man in den Spiegel guckt: „Aha“, denkt man dann, „so sähe ich also mit Bluthochdruck aus.“

Aber was will man erwarten? Als David Beckham vor einigen Jahren eine Unterhosen-Kollektion herausbrachte, war es auch nicht anders. Der Schlüpfer sah auf dem Plakat nur deshalb gut aus, weil Beckham ihn trug. Karl-Rüdiger bleibt darin Karl-Rüdiger. Beruhigend, nicht wahr?

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