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Forscher sind noch immer auf der Suche nach Nessie.

Times mager

eDNA

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Das Leben ist schmutzig. Und so kann man mittels einer neuen Methode nach Nessie suchen.

Einfach alle haben in diesem Sommer nur über den Sommer und seine schier bodenlose Sonne und seine schier unverschämte Trockenheit geredet sowie natürlich über den Grund für vor allem Letztere, so dass gar keine Erregungskapazitäten blieben für das eigentliche, das seit Jahrzehnten angestammte Sommerloch-Thema: Tiere, ihre Lieben und Vorlieben; Tiere, die ruchloserweise Menschen beißen (könnten) oder ihnen was wegfuttern (Schafe, Donuts, Finger etc.); Tiere, die es vielleicht gibt, bzw. eher nicht gibt – aber wer weiß.

2011, wir erinnern uns, war es eine Milchkuh namens Yvonne, die sich, als Hirschkuh getarnt, 98 Tage im Wald versteckte, bis sie sich das Recht auf einen Tod durch Altersschwäche erstritten hatte. 2006 füllte Trauerschwan Petra die Zeitungsspalten, als sie sich in ein schwanenförmiges Tretboot verliebte. „Weltweit“, lautete das Fazit, nachdem Petra ihren Liebsten zugunsten eines echten Schwanenmannes verlassen hatte, „weltweit eroberte diese außergewöhnliche Tier-Liebesgeschichte die Herzen der Menschen“. Na ja. Und da war noch Bruno, der doch nur mal Urlaub machen wollte, wo so viele Menschen Urlaub machen, im schönen Bayern nämlich. Aber da war damals Horst Seehofer vor. Und schon galt er, also Bruno, als „Problembär“. Wobei die Schweizer in einem „Konzept Bär“ betitelten Papier festgelegt haben: „Für die Risikoeinschätzung steht ein Problembär über dem Unauffälligen Bären, aber noch unter dem Risikobären.“

Ein eindeutiger Risikobär läuft derzeit in den USA frei herum. Sein Getöse ist so monströs, auch hat er immer mehr und mehr Schaum vor dem Maul, dass es ganz still geworden ist um das jahrzehntelange Sommerloch-Lieblings-Monster: Nessie.

Und das, obwohl 2017 ein Team aus Biologen und Kryptozoologen ankündigte, im Sommer 2018 mittels einer neuen Methode nach Nessie suchen zu wollen, der eDNA-Analyse („e“ steht für environmental) von Wasserproben. Neil Gemmell, Leiter des Teams, erklärte: „Die Methode des eDNA ist deshalb so effektiv, weil das Leben selbst schmutzig ist.“ Da ist was dran. Er wäre, sagte Gemmell noch, allerdings „ehrlich überrascht“, wenn DNA-Sequenzen gefunden würden, die erstens zu keiner bekanntermaßen in schottischen Seen herumschwimmenden Art passten, die zweitens auf ein urzeitliches Wasserreptil wiesen.

In diesem Herbst aber, wir warten auf eDNA-Ergebnisse, kein Mucks von den Wissenschaftlern. Haben sie Brisantes entdeckt, vielleicht schon die CIA am Hals? Denn ist nicht Donald Trump der Sohn einer „schottischen Fischerstochter“ (Wikipedia) – und diese bestimmt mal baden gegangen im Loch Ness? Das würde auch Trumps kaltes Herz erklären.

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