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Präsident Donald Trump stellt sich in den USA zur Wiederwahl.

Times Mager

Donald Trump: Die Natur von Kaiser Nero

  • Christian Thomas
    vonChristian Thomas
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Niederlagen sind das letzte, was Nero-Naturen wie US-Präsident Donald Trump verwinden können.

  • US-Präsident Donald Trump tritt im November bei den US-Wahlen an
  • Wutbürger gegen Weltbürger in den USA
  • Kommt es zum Nerobefehl des Narzissten Trump?

In diesen Tagen, Wochen, Monaten, so dass man ohne weiteres auch von der Gegenwart sprechen könnte, verharrt ein Teil der Menschheit in der Hoffnung, dass das Politische ins Historische umschlagen möge. Diese Hoffnung hegt nicht nur ein politisch denkender Teil der Menschheit.

Menschheit hört sich häufig ziemlich hoffnungsvoll an, auch pathetisch, aber nicht fanatisch, immerhin. Was auch für solche Etiketten wie politischer Zeitgenosse oder aufgeklärter Mitbürger gilt. Ist ok. Und warum sollte er oder sollten beide, wenn es sich bereits um zwei Menschen handelt, Hoffnungen auf das Historische setzen, ausgerechnet sie, an Politik interessiert, in der Gegenwart lebend. Umschlag von der Politik ins Historische: Da wird es vielleicht doch eine Spur pathetisch – und vielleicht auch fanatisch, weil es um etwas Hochaktuelles geht.

Donald Trump vor US-Wahl: Weltbürger muss mit dem Schlimmsten rechnen

Um das Hochaktuelle zu verstehen, das den Zeitgenossen dermaßen beunruhigt, vergegenwärtige man sich Donald Trumps Anstrengungen zu seiner Wiederwahl. Historisch wäre die Abwahl des Irrsinnigen.

Allerdings ist die Trumpwählerschaft weiterhin so groß, dass der Weltbürger mit dem Schlimmsten rechnen muss. Weltbürger wiederum ist ebenfalls eine recht pathetische Vorstellung, die das Trumplager lauthals verhöhnt, wenn man liest und sieht, was auf Trumpwahlkampfveranstaltungen verbal so abgeht und wie es habituell zugeht. Aus einer Wagenburgmentalität (heraus) muss sich das Trumplager von einer feindlichen Welt wie umzingelt fühlen. Wutbürger gegen Weltbürger, eine politische Konfrontation. Historisch die Konstellation.

Trump kämpft um Wiederwahl: Narzisst in der Wagenburg

Zeitgenössisch gesehen, ist Trumps Wagenburgmentalität lächerlich – historisch gesehen, ist sie zum Untergang verurteilt. Pessimistisch gesehen allerdings zu einem krachenden Untergang, für den es historische Beispiele gibt, Nero etwa. Auch der römische Kaiser hat Politik den Belangen seines persönlichen Geschmacks untergeordnet: „Rome first“. Sein Geschmack gründete auf einer Politik der Lügen sowie der Rachsucht. Nero war ein Narzisst, auch Nero.

Donald Trump ist schon häufiger mit Nero verglichen worden („American Nero“). Niederlagen sind das letzte, was Neronaturen verwinden können. Es muss nicht zum Äußersten kommen – dennoch muss man sich fragen, wie Trump im Fall einer Wahlniederlage mit seiner Wagenburg umgehen wird. Anders vorausgeschaut: Die Welt wird Ende 2020 Zeuge, ob es zum Nerobefehl des Narzissten Trump kommen wird. Mag sein, dass das, was hier geschlussfolgert wurde, nur noch plausibel erscheint. Hoffen wir, dass es, so naheliegend die Fiktion scheint, nicht Fakt wird.

Aus den nur uns bekannten Tagebüchern von US-Präsident Donald Trump Neues im Times Mager: Der Schwiegersohn und das WEISSE Haus. Auch Gedanken über neue Gedanken vertraut US-Präsident Donald Trump schonmal seinem Tagebuch an.

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