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Sagt ständig irgendwas: Dieter Nuhr.

Times Mager

Dieter Nuhr: Greta Thunberg und die angeblichen Verbote

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Warum eigentlich verstößt Kabarettist Dieter Nuhr ständig todesmutig gegen „Diskussionsverbote“? Warum tut er sich das an?

Die deutsche Medienwelt ist ja leider beherrscht von der Lügenpresse einerseits und merkelschleimenden Staatssendern andererseits. In beiden Sparten herrschen linksgrün-versiffte Diskussionsverbote, die kritischen Menschen den Zugang zu den Ohren des Volkes praktisch unmöglich machen.

Es kann sich folglich nur um eine Erfindung handeln, wenn immer wieder behauptet wird, Dieter Nuhr dürfe regelmäßig im Ersten Deutschen Fernsehen auftreten. Dort habe er kürzlich eine Zeitung, die ihn kritisierte, mit den Worten „Zeitung ist jetzt auch zu viel gesagt“ pauschal verunglimpft, heißt es, und es existiert davon sogar ein Video. Aber wahr sein kann es natürlich nicht, denn Dieter Nuhr, heißt es, sei Kabarettist, und wenn er sich wirklich auf dieses Niveau begäbe, müsste man ja fast vermuten, Kabarettist sei zu viel gesagt.

Dieter Nuhr macht einen Witz

Dieter Nuhr hatte kürzlich, angeblich ebenfalls im versifften Staatssender, über die Klimaaktivistin Greta Thunberg das gemacht, was er nach eigener Aussage für einen „Witz“ hielt. Er fragte sich, was Greta bei Kälte tue, und antwortete, Heizen könne es ja nicht sein. Und so weiter.

Auf Twitter gab es daraufhin viele Menschen, denen der „Witz“ überhaupt nicht gefiel, und das wiederum gefiel dem witzigen Nuhr so wenig, dass er, wiederum soll es im Ersten Deutschen Fernsehen gewesen sein, einen Ton anschlug, der im rechten Diskurs (nicht nur im rechtsextremen, da fließen die Übergänge) zum Standard gehört: Da wird das Verhöhnen einer Jugendlichen, die die Mächtigen herausfordert, zum tapferen Akt des Widerstands: „Ich habe die aktuellen Diskussionsverbote nicht beachtet.“

Trotz Dieter Nuhr: Greta Thunberg ist Favoritin auf den Friedensnobelpreis

Das Times mager ist unbedingt dafür, dass Dieter Nuhr sagen darf, was er will. Man muss es ja nicht gleich Kabarett nennen, denn, wie jemand auf Twitter schrieb: „Kabarett gibt die Mächtigen gezielt der Lächerlichkeit Preis. (...) Hier gibt der Mächtige den Unterlegenen der Lächerlichkeit preis.“ Aber verbieten? Nö.

Nur eine Frage ist offen: Warum tut Dieter Nuhr sich diese Heldentaten an? Warum verstößt er ständig todesmutig gegen „Diskussionsverbote“? Nun ja, es ist ja auch ganz praktisch, dauernd im Fernsehen das zu erzählen, was angeblich verboten ist, um anschließend zu beklagen, das, was man gerade gesagt habe, sei verboten. Damit ist Nuhr nicht allein, das ist tägliche Übung von rechts bis rechtsextrem.

Hier lesen Sie, wie die Regierung den Klimapakt weiter abschwächt

Zum Abschluss ein kleines Dankeschön an die uns unbekannte Adora Belle, die auf Twitter formulierte: „Die Witze von Nuhr sind halt so flach, dass sie mit das erste Opfer des steigenden Meeresspiegels sein werden. Und das ist auch gut so.“ Kleiner Hinweis noch mal an Dieter Nuhr: So etwas nennt man NICHT Verbot.

Lesen Sie auch: Richtig geschmacklos wurde es am Montag in Italien, wo Unbekannte eine Greta-Thunberg-Puppe von einer Brücke hängen ließen.

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