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Nach aktuellen Erkenntnissen sind 29 bewohnbare Planeten der Erde nah genug sind, um sie von dort aus zu sehen und sich durch Radio- und Fernsehübertragungen auch näher zu informieren.
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Nach aktuellen Erkenntnissen sind 29 bewohnbare Planeten der Erde nah genug sind, um sie von dort aus zu sehen und sich durch Radio- und Fernsehübertragungen auch näher zu informieren.

Times mager

Die Anderen

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Man kann die Erde aus der Ferne sehen und hören. Wenn man Augen und Ohren hat.

Kürzlich (Times mager vom 9.6.) war an dieser Stelle bereits von UFOs die Rede, einem klassischen Feuilletonthema. Das scheinbar Abseitige verbindet sich mit dem potenziell irre Relevanten, außerdem sind der Auslegung und Kritik Tür und Tor geöffnet. Wer würde nicht gerne einmal ein UFO rezensieren? Dass ausgerechnet das UFO der Vergangenheit anzugehören scheint, tut ein übriges. Das UFO gehört gewissermaßen zum Jahr 2000, nun ist das Jahr lange vorbei und das UFO ist noch da. Eventuell.

Man wird ganz melancholisch. Liest dann aber in der Zeitung „The Guardian“, dass nach aktuellen Erkenntnissen 29 bewohnbare Planeten der Erde nah genug sind, um sie von dort aus zu sehen und sich durch Radio- und Fernsehübertragungen auch näher zu informieren. 29, das ist nicht viel und liegt an der mutmaßlichen Unbewohnbarkeit vieler Planeten. Insgesamt nämlich identifizierten die Fachleute 1715 Sterne im Umkreis von 326 Lichtjahren, von denen aus man die Erde in den vergangenen 5000 Jahren hat sehen können, dazu 319 weitere Sterne, die in den nächsten 5000 Jahren an einen solchen Aussichtspunkt kommen werden. Kein Mensch will so angestarrt werden, so lange und von so vielen.

Bleiben wir also bei den 29. Im „Guardian“ wird gleich gescherzt, ob Radio- und Fernsehprogramme dazu angetan sein könnten, jemanden für die Erde zu interessieren. Aber was heißt hier interessieren? Der Zufall will es, dass der Film „Independence Day“ neulich vor 25 Jahren in die Kinos kam. Und, wie der Titel schon sagt, in diesen Tagen spielt, vor dem 4. Juli, an dem dann alles regelt und die Außerirdischen pulverisiert oder zermatscht werden.

Nein, wir haben nachgeschaut, sie werden abgeschossen. Das weltweite Militär muss sich der Sache annehmen.

Klar ist jedenfalls, dass den Außerirdischen in „Independence Day“ die Güte des Frühstücksfernsehens wurscht ist. Ihnen ist sowieso das meiste den Menschen betreffende wurscht, was diesen ein wenig verletzt. Der Mensch ist darauf eingestellt, selbst der Oberschurke zu sein, erst zu wüten, dann sich zu genieren, dann sich zu entschuldigen, dann wieder zu wüten usw. Dass ein anderer einfach über ihn hinweggehen könnte, verstört den Menschen. Erst bekommt er einen Schreck, dann stellt er sich vor, man müsste doch irgendwie ins Gespräch kommen können (aber wo ist bei denen der Mund, wo sind sie überhaupt? Der Film hält sich bedeckt, aber nur in dieser Sache).

Wobei die Außerirdischen nicht gehen, sondern fliegen. Für den Nahverkehr verwenden sie klassisch geformte UFOs. 1996 stand das Jahr 2000 noch bevor. Es war bloß irritierend nahegerückt.

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