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Bundestrainer Joachim Löw blickt während einer Pressekonferenz in die Runde.
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Bundestrainer Joachim Löw blickt während einer Pressekonferenz in die Runde.

Times mager

Causa Löw

  • Christian Thomas
    VonChristian Thomas
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In die Causa Katar spielt irgendwie auch die Causa Löw hinein.

Irgendwie geht immer alles. Vor allem dann, wenn es eng wird. Der Fußball liefert ununterbrochen Beispiele dafür, dass es eng wird, sehr eng wird. Regelmäßig auf dem Spielfeld. Immer wieder auch im Umfeld – man denke nur an die Vorgänge im Vorstand des DFB. Seit Monaten tobt ein Machtkampf.

Dennoch, nicht nur im Umfeld, auch im Vorfeld wird es für den DFB bereits eng, man denke nur an die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Umfeld und Vorfeld bilden, wenn man mal ehrlich ist, ganz klar die Causa Katar. Denn Causa ist im Fußball etwas, wenn die Sache ein öffentliches Interesse erzielt hat. Causa ist ein gewichtiges Wort für ein Aufregerthema, das sich allerdings auch irgendwie lästig zeigt. Causa ist nicht nur ein großes Wort, sondern ein anderes Wort für einen Skandal, der eigentlich überflüssig ist. Causa Bobic eben. Oder Löw, die Weiterbeschäftigung war auch eine Causa.

In die Causa Katar spielt irgendwie auch die Causa Löw hinein. Wer es noch nicht wusste, wurde durch die Pressekonferenz aufmerksam, auf der Löw sich über den T-Shirt-Protest der Fußballnationalmannschaft, deren „Humanrights“-Aktion, äußerte: „Es sollte einfach auch mal ein erstes Zeichen von uns und der Mannschaft sein, eben dass wir für alle Menschenrechte, egal wo auf der Welt irgendwie einstehen, dass das unsere Werte sind.“

Kann man einfach auch mal so sagen, muss man aber irgendwie auch nicht. Egal? So zu sprechen, ist wohl eine Mentalitätsfrage. Jedenfalls möchte, wer so spricht, nicht dorthin gehen, wo es den Menschenschindern in Katar auch weh tut. Nein, überhaupt kein Zug in den humanitären Aktionen. Nicht die eigene Gegenwart wird in die Verantwortung genommen, sondern auf eine verpasste Vergangenheit verwiesen. Der Mittelfeldstratege Kimmich hält einen Verzicht auf das Turnier für kontraproduktiv, betont aber die gesellschaftspolitische Verantwortung der Fußball-Profis. „Generell bin ich der Meinung, dass wir für einen Boykott zehn Jahre zu spät dran sind.“

Im Vorfeld ein Minenfeld. Für die Menschenrechte ein bitteres, ein tödliches Umfeld.

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