Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Außerdem ist höchst fragwürdig, ob der Kuckuck wieder kommt.
+
Außerdem ist höchst fragwürdig, ob der Kuckuck wieder kommt.

TIMES MAGER

Bim

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
    schließen

Sim sala bim: Als der Frühling noch nicht im Februar anfing und der Heuschnupfen auch nicht.

Heute: Vor- und Nachteile des munteren Wechselspiels der Jahreszeiten unter besonderer Berücksichtigung des Frühlings, sim sala bim bam ba sala du sala dim.

Es geht schon damit los, dass es heller wird. Welch ein Segen für die Seele – welch eine Zeit der Zerrissenheit für den Körper, der in Dachgeschossen lebt, neuerdings dort arbeitet, aber schon bedeutend länger dort fernsieht. Eines der Fenster wurde vom Bauherrn, respektive von der Baudame, so angeordnet, dass frühlings (und auch sommers) lichter Schein ein ungetrübtes Fernsehvergnügen oft bis in die „Tagesthemen“ hinein, ja nun, trübt. Wenn nicht gar sehbehindert.

Also bleibt der Rollladen des verantwortlichen Fensters spätestens mit Einbruch der mitteleuropäischen Sommerzeit geschlossen und kann erst im Oktober wieder zur Lichtdurchflutung beitragen. Dann ist leider kaum noch Licht übrig. Es wird schließlich nur insgesamt heißer. Und nicht auch insgesamt heller. Da müsste die Regierung mal was machen.

Seit gut einem Jahr stand im Themenreservoir für Schreibgelegenheiten wie diese: „Heuschnupfen im Januar“, garniert mit einer spontanen Versammlung von Ausrufezeichen, soll heißen: im Brustton der Empörung. Dann fehlte offenbar doch die Schreibgelegenheit, so dass also in diesem Jahr darauf zurückgegriffen werden kann, wenn auch erst im Februar, aber das ist ja wohl immer noch früh und empörend genug für einen Heuschnupfen. Einst war es rechtmäßigen Inhabern einer Allergie wenigstens noch erlaubt, erste Ausläufer dieser neuartigen Helligkeit zu genießen bis circa April, ehe ihnen die Augen zuschwollen.

Andererseits könnten vorübergehend geschlossene Sehorgane bei der Bewältigung eines weiteren Frühlingsphänomens helfen: Naturfreunde raten, jetzt die Fenster geöffnet zu halten, damit Tiere wieder hinauskönnen, die bei uns daheim überwintert haben. Vielleicht möchte man diese Tiere gar nicht sehen, wenn sie gehen. Vielleicht war einem gar nicht bewusst, dass sie Abend für Abend pünktlich zu den „Tagesthemen“ neben uns auf dem Sofa saßen. Vielleicht kommen durchs offene Fenster auch neue Mitbewohner herein, die einen gegenläufigen Jahresrhythmus pflegen.

Heißt es eigentlich sim sala bim oder sim sala dim? Das Internet will sich nicht festlegen. Beim letzten Mal, als wir es sangen: eindeutig bim. Da fing der Frühling aber noch im Mai an. Außerdem ist höchst fragwürdig, ob der Kuckuck ein Jahr, nachdem ihn der Jäger totgeschossen hat (Verstoß gegen §1 Tierschutzgesetz), wirklich wieder da war. Wenn ja, kann es schon sein, dass sich die Leute gefreut haben. Betroffene Vogelfamilien dürften eine andere Meinung haben. Zum Kuckuck.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare