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Zu Hause hat seine Vorteile: Bequeme Betten, zivile Frühstückszeiten.
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Zu Hause hat seine Vorteile: Bequeme Betten, zivile Frühstückszeiten.

Times mager

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  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Warum fühlte man sich in den Ferienwohnungen um den Jahreswechsel 2020/21 herum wie zu Hause?

Die Ferien rund um den Jahreswechsel 2020/21 dürften als jene Ferien in die Geschichte eingehen, die die bequemsten und bestausgestatteten Ferienwohnungen aller Zeiten bereithielten. Das steht schon mal fest.

Denn was gab es für blamable Urlaubsbehausungen in früheren Jahren. Erinnern Sie sich an die Bude im Bayerischen Wald? Groß war sie, das schon. Aber eine Atmosphäre wie in der Ordnungsbehörde, kurz bevor sie nach 57 Jahren endlich das neue Gebäude mit Fließendwarmwasser beziehen durfte. Oder damals auf den Balearen. „Riechen Sie das nicht?“ – „Was meinen Sie, Señor?“ – „Na, hier im Bad, aus dem Abfluss!“ – „Lo siento, Señor, das ist die Meeresluft.“

Oder das Hotel in dieser Stadt am Rhein. Die Dusche quasi im Kleiderschrank, gerade breit genug, um mit herabhängenden Armen drin zu stehen, aber wie wolltest du dann das Wasser aufdrehen, geschweige denn: ab? Und die Minibar! Ein Dauerradau, als patrouillierte ein Hubschrauber im Doppelzimmer. Oder die unabschaltbaren Klimaanlagen in Skandinavien, die versuchten, dich als ewiges Eis zu konservieren für eine Zukunft, in der es keine Krankheiten und keine …

Apropos Krankheiten. Um den Jahreswechsel 2020/21 waren die Ferienwohnungen plötzlich auf eine Weise kommod – man fühlte sich praktisch wie zu Hause. Kein Wunder, man war ja auch zu Hause. Bequeme Betten, zivile Frühstückszeiten, und wenn du nachts um drei ins Bad musstest, kein Bewegungsmelder, der das Licht im Flur als Schockelement im Repertoire hatte. Die Reise an den Bodensee storniert, der Urlaub daheim, die eigenen vier bis siebzehn Wände als Domizil. Ausflüge ins Mittelgebirge.

Aber wieder mal was ganz anderes gesehen hätte man ja schon gern. Wir sind deshalb auf die Idee gekommen, uns künftig, solange auf das Beamen weiter gewartet werden muss, selbst als E-Mail-Anhang an die Ostsee zu schicken oder nach Island. Man ist dann schnell dort und, sofern man vor Ort mobiles Netz hat, abends auch schnell zurück.

Wichtig wäre in diesem Zusammenhang, sich selbst nicht als Rundmail zu versenden, denn allzu viele Kontakte auf einmal, wir wissen Bescheid, so etwas ist momentan nicht im Sinne der Erfinderin und des Erfinders. Für alle Fälle gilt es, eine Sicherheitskopie von sich selbst zu behalten. Wenn möglich, eine Empfangsbestätigung anfordern. Und besonders in pandemischen Weihnachtsferien heißt die Devise: vor digitalen Fernreisen ein wenig auf die schlanke Linie achten. Übermäßig große Mailanhänge bleiben gern im Postausgang stecken. Und dann kriegen Sie mal auf die Schnelle jemanden von der EDV-Hotline an die Strippe.

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