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Harry Nutt ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Berlin.
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Harry Nutt ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Berlin.

Times Mager

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Während der Architektenwettbewerb für das Berliner Stadtschloss gerade in Zweifel gezogen wird, geht die Planung für das Einheits- und Freiheitsdenkmal weiter. Eine neue Wettbewerbsrunde beginnt. Von Harry Nutt

Während das Verfahren zum Architektenwettbewerb für das Berliner Stadtschloss gerade stark in Zweifel gezogen wird (siehe FR von gestern), ist man in Bezug auf ein Einheits- und Freiheitsdenkmal schon einen Schritt weiter. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am Mittwoch im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages seine Pläne für einen modifizierten Wettbewerb vorgestellt. Nach dem blamablen Scheitern des offenen Wettbewerbs im Frühjahr wird nun eine neue Wettbewerbsrunde eingeläutet.

Mit einem Einladungswettbewerb will man nun gezielt "besonders qualifizierte" Künstler und Architekten ansprechen. Leichter werden soll es auch. Das ursprüngliche Konzept sei inhaltlich überfrachtet und zu komplex gewesen, räumte Neumann ein, der als Herr des Verfahrens den Bundestagsbeschluss umzusetzen hatte. Künstlerischer Schwerpunkt des Freiheits- und Einheitsdenkmals sollen nun die Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und die Wiedererlangung der deutschen Einheit sein. Ursprünglich sollte das Denkmal die freiheitlichen Bewegungen der deutschen Geschichte und die Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte würdigen. Angesichts derart unausgegorener Anforderungen war es zu Hunderten von Einsendungen gekommen, die das Einheitsthema gewollt oder unfreiwillig karikierten anstatt es angemessen zu reflektieren. Ein Comicstrip in Schwarz, Rot, Gold.

Aus dem Multioptionspaket soll nun eine handliche Reiseausfertigung werden. Auf einen zusätzlichen Informationsort soll ganz verzichtet werden. Schließlich befinde sich das Deutsche Historische Museum (DHM) in direkter Nachbarschaft zum vorgesehen Ort am Schlossplatz. Die Errichtung des Denkmals auf der Schlossfreiheit, so Bernd Neumann, stehe nicht in Frage. "Es besteht der klare politische Wille für eine Fortsetzung des Projektes." Neumann präpariert eine pragmatische Lösung für ein Denkmal, das der Deutsche Bundestag eilig und in seltsamer Hemdsärmeligkeit auf den Weg gebracht hat. Es wurde seinerzeit eine Debatte zum Denkmal angemahnt, die noch immer auf sich warten lässt. Die Bewältigung der holprigen Verfahren bieten ausreichenden Ersatzgesprächsstoff.

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