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Was fällt Ihnen bei „Alpha Centauri“ ein?
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Was fällt Ihnen bei „Alpha Centauri“ ein?

Times mager

Alpha

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Dem einen ist es schnuppe, sternschnuppe, der andere weiß alles über Alpha Centauri.

Wenn oben die Sterne am Himmel stehen und unten sitzt einer, der sich auf Astrophysik versteht, führt das zu interessanten Konstellationen. Auf die Erwähnung des Namens „Alpha Centauri“ reagierte der Rest der Gartengesellschaft mit einem spannenden Spektrum der Ahnungslosigkeit, das von „Schon mal gehört“ über „Keine Ahnung“ bis zu „Ist mir schnuppe“ reichte, wobei letztere Formulierung nicht unbedingt für einen Hang zur Höflichkeit, aber immerhin für eine gewisse Gewissenhaftigkeit bei der Wortwahl sprach.

Der Sternenkenner bemerkte erstens, was zumindest einer der anderen Anwesenden („Schon mal gehört“) mit einem Nicken bestätigen konnte: Alpha Centauri im Sternbild des Zentauren entpuppe sich bei näherem Hinsehen (Fernrohr!) als Doppelstern, bestehend aus Alpha Centauri A und Alpha Centauri B. Besondere Aufmerksamkeit, selbst bei „Ist mir schnuppe“, erregte aber die zweite Mitteilung: Alpha Centauri A sei „wie die Sonne ein Gelber Zwerg vom Spektraltyp G2 V“, wie schon bei Wikipedia nachzulesen sei.

Das, so der Sternenkenner weiter, schließe die Möglichkeit ein, dass bisher unentdeckte, bewohnbare Planeten um Alpha Centauri A kreisten, und zwar – der Sternenkenner legte eine Kunstpause ein – kaum mehr als vier Lichtjahre von uns entfernt.

„Schon mal gehört“ war sofort hellwach: Sollte jene Gegend tatsächlich bewohnt sein, am Ende gar von intelligenten Wesen, werde es sicher nicht lange dauern, bis ein irdisches Alphamännchen auf die Idee komme, ihnen einen Besuch abzustatten, am besten natürlich mit Lichtgeschwindigkeit, was ja schon lange genug dauere, aber doch wohl machbar sein müsse, wie nun ausgerechnet „Keine Ahnung“ dazwischenredete.

„Schon mal gehört“, ein Menschheitskenner, fügte hinzu, dass es dann wiederum nicht lange dauern werde bis zur Besiedlung des nahen Planeten durch zweibeinige Kolonisatorinnen und Kolonisatoren. Was allerdings das eine oder andere Problem mit sich bringen werde.

Warum das denn, wollte „Ist mir schnuppe“ wissen. Weil, so „Schon mal gehört“, die von der Erde entsandten Alphamännchen und -frauen, „Frauchen“ wolle er nicht sagen, unter demokratischen Defiziten zu leiden hätten. So würden sie das Ergebnis der nächsten Bundestagswahl trotz Lichtgeschwindigkeit erst erfahren, wenn die übernächste bereits gelaufen sei, was dadurch noch problematischer werde, dass sie dann ihre Briefwahlstimmen für die überübernächste bereits abgegeben haben müssten.

„Keine Ahnung“ fragte, wie dieses Dilemma aus Sicht der Astrophysik zu lösen sei. Der Sternenkenner: Ist mir schnuppe.

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