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Wohin verschwand der King anno 1977? Lebt er heute auf dem Mars? Oder, unwahrscheinlicher, hochbetagt in einem Pflegeheim in Texas?

Times mager

All-Stein

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Erst ein skandalöser Diebstahl hat den Unspunnenstein ins Rollen gebracht.

Treffen sich Darth Vader, Elvis und eine Frau mit schwerelosen Haaren und einer riesigen Sahnetülle im Weltraum – und sagen Sie jetzt nicht, das Times mager habe das erfunden, denn es gibt aktuelle Bilder von der Internationalen Weltraumstation, die das beweisen. In der Weltraumstation also hat Elvis die ganze Zeit federleicht abgehangen und an der Gitarre gezupft, während die einen gedacht haben, er sei zurückgekehrt auf den Mars, und die anderen, er habe die Nase voll gehabt vom Elvissein, mit einem Imitator getauscht, der 1977 starb, und halte sich bis heute versteckt in einem Pflegeheim in Texas. Ein Pflegeheim in Texas? Da ist ja der Mars plausibler.

Womöglich kann nun jedoch, da das große Rätsel um Elvis gelöst ist, auch das nur unwesentlich kleinere um das Verschwinden des Unspunnensteins gelüftet werden. Das Times mager gibt zu, zwar bis vor wenigen Tagen nichts über den skandalösen Diebstahl des Unspunnensteins gewusst, diese Wissenslücke aber umgehend gefüllt zu haben mit ausführlicher Lektüre eines regionalen Blattes und entsprechender Wikipedia-Artikel während eines gänzlich verregneten Schweizurlaubes.

Der Diebstahl des Unspunnensteins anno 1984 und 2005 – zum zweiten Mal „am 20. August 2005 kurz nach 10 Uhr“ – ist umso rätselhafter, als er mit 83,5 Kilogramm ja kein Leichtgewicht ist. Die Schweizer empfanden ihn trotzdem seit 1808 nie als Klotz am Bein, im Gegenteil, sie stießen ihn um die Wette und zuletzt ein gewisser Markus Maire aus Plaffeien 4,11 Meter weit. Im Jahr darauf wurde der Stein wieder geklaut, die Diebe ließen einen „Pflasterstein mit einem aufgemalten Jura-Wappen“ zurück. Das könnte auf die dann durchaus wankelmütig zu nennenden Diebe von 1984 deuten, da wurde der Unspunnenstein nämlich „von jurassischen Separatisten“ aus dem Museum gestohlen, denen er aber bis 2001 während Trainingseinheiten so oft auf die Zehen gefallen sein muss, dass sie ihn humpelnd und reumütig zurückgaben.

Das ist aber längst nicht alles. Denn der Unspunnenstein von 1808 hatte es da schon wie Elvis gemacht: Er hat sich fürs Gestoßenwerden ein Double gesucht (suchen lassen) in einer Region namens Grimselgebiet. Dort gibt es die Grimselerlebniswelt, für Steine und andere, und ein Grimselstein stieg also auf zum 83,5-Kilogramm-Doppelgänger, während das Original seitdem die Schwerelosigkeit genießen kann. Eine gründliche Suche wird Unspunniöhi, da ist sich das Times mager sicher, in der Internationalen Raumstation zutage fördern, wo er im Takt hüpft zu Elvis-Songs.

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