Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Times Mager

g = 9,81m/s²

Wenn einem der Dienstwagen abhanden kommt, hinterlässt das eine gewisse Leere. Doch jetzt ist er zum Glück wieder da: Michael Schumacher nimmt wieder in seinem roten Ferrari Platz. Von Christian Schlüter

Wenn einem der Dienstwagen abhanden kommt, hinterlässt das schon eine gewisse Leere. Selbst dann noch, wenn man sich darauf vorbereiten konnte oder irgendwie damit rechnen musste. Schließlich passiert so etwas jeden Tag, überall auf der Welt

Doch egal, jetzt ist der Dienstwagen zum Glück ja wieder da: Michael Schumacher darf endlich wieder in seinem feuerroten Ferrari Platz nehmen. Alles noch einmal gut gegangen. Das Einzige, worum wir uns jetzt noch Sorgen machen müssen: Ist die mittlerweile 40-jährige Rennfahrerlegende aus Kerpen den Strapazen überhaupt noch gewachsen?

Verächter des forcierten Automobilsports sprechen gerne von der Stumpfsinnigkeit des im Kreis Umherfahrens und sprechen der Formel 1 rundweg ab, überhaupt eine Sportart zu sein. Dabei verkennen sie allerdings die enormen körperlichen Belastungen. Bei Fahrten durch die Kurve wirken Kräfte auf den Rennfahrer, die bis zum Fünffachen der Erdanziehungskraft betragen können, der g-Faktor beträgt somit 5, wobei 1 g = 9,81m/s².

Wir sprechen also von 5g. Das sind Kräfte wie sie bei Raketenstarts, Achterbahnen oder Kampfflugzeugen gemessen werden. In diesen Regionen, so zwischen 4 und 5g, kommt es auch zu Blackouts. Die läppischen Nuckelpinnen der forcierten Automobilsportverächter schlagen dagegen gerade einmal mit dem 0,3-fachen der Erdanziehung zu Buche. 0,3g das ist lächerlich! Autofahren ist für Spießer, Autorennen aber ist für Kerle und also echte Hochleistungssportler.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich also unsere Sorge, ob Schumi noch fit genug ist. Allerdings, seien wir einmal ganz ehrlich, sorgen wir uns nicht nur um den roten Michael. An dieser Stelle wollen wir gerne eingestehen, dass es nicht nur in der Formel 1 flotte, um nicht zu sagen: rasante Dienstwagen gibt. Ulla Schmidts Dienstwagen zum Beispiel: Ein echtes Geschoss, mit mindestens 5g unterwegs die Bundesgesundheitsministerin erlitt einen Blackout, ihre Partei legte einen krassen Fehlstart hin, ganz dicht am Totalschaden. Kein Wunder, die SPD ist auf gerade mal 0,3g eingestellt. Nuckelpinnenformat. Mehr geht wohl nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare