Festspiele

Salzburg hält am „Jedermann“ fest

Die Fespiele in Salzburg planen für diese Saison ein schmales Programm.

Die Salzburger Festspiele sollen nach Angaben der Salzburger Landesregierung im August in einer stark abgespeckten Form stattfinden. Das geplante umfangreiche Programm zum 100-Jahr-Jubiläum werde auf 2021 verschoben, sagte Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP). Sicher sei, dass es im 100. Jahr der Festspiele „Jedermann“-Aufführungen geben werde. „Der ,Jedermann‘ gehört zu Salzburg“, so Haslauer.

Details zum verkleinerten und wohl später startenden Programm nannte er noch nicht. Es müsse noch alles durchkalkuliert werden, hieß es. „Die Festspiele sind guten Mutes, dass sie trotz Corona ein Zeichen für die Kraft der Kunst gerade in schwierigen Zeiten setzen können“, teilte das Direktorium des weltgrößten Klassik-Festivals mit.

Die österreichische Bundesregierung hatte zuvor einen Fahrplan zum Hochfahren der Kunst- und Kulturszene präsentiert. Demnach sind - bei Vorlage eines besonderen Schutzkonzepts – ab 1. August Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen erlaubt.

Was wirklich möglich sein werde, könne erst nach Vorliegen der Verordnung ausgelotet werden, so die Festspiele. Es müsse insbesondere geklärt werden, unter welchen Bedingungen szenische Proben und Auftritte von Orchestern und Chören ermöglicht würden. „Die Festspiele werden daher am 25. Mai 2020 dem Kuratorium eine Alternative für dieses extrem fordernde Jahr vorlegen“, hieß es. Das neu zusammengestellte Programm für den Sommer solle im Juni veröffentlicht werden.

Die Bregenzer Festspiele haben unterdessen alle Veranstaltungen abgesagt. Auf der 7000 Menschen fassenden Seebühne seien Festspiele mit nur 1000 Besuchern „wirtschaftlich nicht machbar“, so der kaufmännische Direktor Michael Diem. Festspielpräsident Hans-Peter Metzler sprach von einem einmaligen, außerordentlichen „und für uns traurigen Moment“. Eigentlich sollten die Festspiele vom 22. Juli bis zum 23. August stattfinden. Die geplanten Stücke – Verdis „Rigoletto“ auf dem See und Arrigo Boitos „Nero“ im Festspielhaus – sollen nun 2021 aufgeführt werden. (dpa)

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