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Madame ChouChou als Eule & Odette als Schwan. 

Frankfurt

Die Liebe siegt immer: „Der Schwanensee“ im Papageno Musiktheater

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„Der Schwanensee“ in einer eigenen Fassung des Frankfurter Papageno Musiktheaters.

Elegant dreht der Schwan mit der goldenen Krone seine Runden auf dem See. Es ist die verzauberte Prinzessin Odette, die von Baron Rotbart entführt und anschließend verwandelt wurde, weil sie sich nicht auf eine Hochzeit mit ihm einlassen wollte. „Nein, lieber Baron. Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, wen ich heirate“, antwortet sie ihm gleich zu Beginn auf seinen dringlichen Wunsch.

„Der Schwanensee“, inszeniert von Hans-Dieter Maienschein, ist im Frankfurter Papageno Musiktheater ein Sprechstück mit der Musik aus Tschaikowskys gleichnamigem Ballett. Gedacht ist es für die ganze Familie mit Kindern ab fünf Jahren. Die Tänzerin Anna Bolender spielt Odette in ihrer Ausweglosigkeit als in den Schwan Verwandelte und tanzt zum Duett von Nina Gurevich auf dem Klavier und Stany Anders auf der Geige. Larissa Rexhaus spielt Odette in ihrer tatsächlichen Erscheinung.

Während die Prinzessin also ihre Bahnen schwimmt, wird der von Tim Grothe gespielte junge Prinz Siegfried von den Forderungen seiner Mutter geplagt: „Es wird Zeit, an dein Land zu denken. Mein Entschluss steht fest: Du musst dir eine Frau suchen“, sagt die von Renate Maienschein gespielte Königin zu ihrem Sohn. Daraufhin verlässt der Prinz mitten in der Nacht das Königshaus, um jagen zu gehen und sich den Dringlichkeiten zu entziehen. Bei der Jagd lernt er Odette kennen und erkennt ihre wahre Schönheit, als sie bei Mondschein ihre menschliche Gestalt zurück erlangt. „Wie ist das möglich? Wie bricht man den Zauber?“, fragt der junge Prinz. „Ein Mensch muss echte Liebe empfinden“, antwortet Odette und verwandelt sich wieder in den Schwan. Nach weiteren Treffen lädt Siegfried die Prinzessin zu seinem Geburtstagsball ein. Baron Rotbart ist bereits alarmiert und erschafft mithilfe dunkler Magie ein Abbild von Odette, um den zukünftigen König zu täuschen. Siegfried erkennt die leere Hülle, eilt zum Schwanensee und gesteht dem Schwan im letzten Augenblick seine Liebe, während Rotbart versucht, ihn in eine Eule zu verwandeln.

Das Theaterstück mit seinem liebevoll gestalteten Bühnenbild und der märchenhaften Musik ist spannend und humorvoll zugleich. Madame ChouChou, gespielt von Natalie Raggi, ist die Dienerin des Barons und so etwas wie ein Spaßvogel, der das Geschehen auf der Bühne kommentiert. In eine Eule verwandelt, passt sie auf, dass Odette den See nicht verlässt. Insgeheim liebt sie aber den Baron und wünscht sich sehnsüchtig, dass der an seinen Plänen scheitert. Am Ende schützt die Liebe den jungen Prinzen vor dem Zauber und der Baron wird selbst zur Eule. Madame ChouChou freut sich: „Jetzt können wir bald ein Nest bauen.“ Baron Rotbart antwortet sichtlich verzweifelt: „Ich hasse die Liebe.“

Papageno Musiktheater im Frankfurter Palmengarten: 20. Oktober, 1., 2., 3., 17. November. www.papageno-theater.de

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