MAK

Kopftuch in der Kritik

Frankfurter MAK über Mode im Islam.

Eine Ausstellung über das Kopftuch und muslimische Mode im Frankfurter Museum Angewandte Kunst (MAK) ist von Frauenrechtlerinnen als skandalös kritisiert worden. „Die Verschleierung hat nichts mit Individualität und Vielfalt zu tun“, sagte die Berliner Anwältin Seyran Ates der „Welt“ (Dienstag). Mit einer solchen Schau spiele man den treibenden Kräften des politischen Islam wie Recep Tayyip Erdogans Türkei und den Muslimbrüdern in die Hände, „denn das Kopftuch ist deren Flagge“. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes sprach von einem „Schlag ins Gesicht“ der Frauen und Mädchen, die das Kopftuch ablegen wollten, es aber nicht dürften.

Museumsdirektor Matthias Wagner K wies die Vorwürfe zurück. „Das Kopftuch ist für mich ein Zeichen dafür, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben“, sagte er der „Welt“. Der Hauptfokus der Ausstellung liege auf dem modischen Aspekt des Phänomens muslimische Bekleidungstraditionen, die sich nicht auf das Schlagwort „Verschleierung“ oder „Kopftuch“ begrenzen ließen. „Contemporary Muslim Fashions“ ist vom 5. April an im MAK in Frankfurt zu sehen. (epd)

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