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Der neue Intendant Anselm Weber hat eine Reihe von Ideen für das Schauspiel Frankfurt.

Geplante Projekte

Was gibt es Neues im Schauspiel?

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Anselm Weber plant neue Reihen und spannende Kooperationen mit Frankfurter Institutionen.

„Stimmen einer Stadt“ heißt die Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt: Autoren werden eingeladen, einen Menschen in Frankfurt kennenzulernen und darüber ein Monodrama zu schreiben. Drei mal drei sollen es mindestens sein, wie die ersten Projekte überhaupt auf drei Jahre angelegt sind. Die Texte des erstklassigen ersten Trios – Wilhelm Genazino, Olga Grjasnowa und Teresa Präauer – werden im Februar von Anselm Weber in den Kammerspielen inszeniert.

„Studiojahr Schauspiel“ heißt die Kooperation mit der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, bei der jeweils acht Schauspielstudierende ihr drittes Ausbildungsjahr am Schauspiel verbringen können. Wie zuvor die Mitglieder des Schauspiel-Studios können sie dabei sowohl in den herkömmlichen Produktionen sein, als auch eigene Projekte verfolgen, darunter einen Liederabend, einen Kammerspiel-Abend mit Wolfram Lotz’ „Einige Nachrichten an das All“ und zwei mobile „Klassenzimmerstücke“.

„All Our Futures“ heißt das ebenfalls auf drei Jahre angelegte „Frankfurter Stadtteilprojekt für kulturelle Bildung“. Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse bis hin zu berufsbildenden Schulen sollen sich angesprochen fühlen und in jeweils drei kleinen Gruppen in ihrem Stadtteil recherchieren, ihren Stadtteil „aufmischen“, so Martina Droste, die weiterhin die Arbeit des also deutlich ausgeweiteten „Jungen Schauspiels“ betreut. Tanz, Video, Bildende Kunst sollen dabei eine Rolle spielen können, Arbeiten vor Ort und dann auch in der Box zu sehen sein. Kultur habe man nicht, Kultur lerne man, sagte Weber. Die Schulen sind schon angeschrieben, die Bewerbungen laufen. Ach, die Box gibt es noch?

Die Box soll an der Vorderseite geöffnet und so zu einer kleinen Guckkastenbühne werden. Das Publikum sitzt wie weiland auf den Foyertreppen. Geplant sind „niedrigschwellige“ Angebote. Aber noch mal zurück zum Jungen Schauspiel.

Das Junge Schauspiel arbeitet neben dem neuen Schulen-Großprojekt weiter an seinen inklusiven Projekten und plant wieder eine Zusammenarbeit mit dem Museum für Moderne Kunst.

„X-Räume“ heißen die bisher nur vage vorgestellten Extras: Geplant ist – in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels – die Redenreihe „Denkraum“, dazu eine Gesprächsreihe mit Künstlerinnen und Künstlern am Haus („Freiraum“) und ein Format für Halbgares („Spielraum“).

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