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Artur Molin, angemessen flamboyant gekleidet. Foto: Andreas Malkmus
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Artur Molin, angemessen flamboyant gekleidet.

Volksbühne Frankfurt

Eine David-Bowie-Hommage in der Volksbühne Frankfurt:Nachdem er Gott gehört hat

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Ein Stück, das sich den zahlreichen Rollen des Musikers widmet.

Das Plakat von David Bowies Festhallen-Auftritt im Mai 1978 findet man heute im Internet – für 444 Euro. 1978, da hatte er sich schon längst wieder neu erfunden nach dem Absturz in die Drogensucht als extravagante Kunstfigur Ziggy Stardust. Es blieb aber aus der Sternenstaub-Zeit „Space Oddity“, die Platte, mit der ihm der Durchbruch gelang, es blieb „The Rise and Fall Of Ziggy Stardust“, die Band nannte sich „Spiders From Mars“.

Eine Spinne namens Heteropoda davidbowie, wegen ihrer satten Farbigkeit so benannt von dem Frankfurter Arachnologen Peter Jäger, war es unter anderem, die den Musical-Darsteller und „Voice of Germany“-Teilnehmer Artur Molin zu einer Bowie-Hommage inspirierte, die 2016 am Landestheater Marburg Uraufführung hatte und nun an der Volksbühne Frankfurt gastiert: „David Bowie – Return of Ziggy Stardust“ lautet der Titel, so dass man schon ahnt, wo der Schwerpunkt des 75-minütigen Abends liegt.

In der Art eines Triptychons gibt es hinter dem Sänger und der Band (Michael Lohmann, musikalische Leitung und Gitarre, Sven Demandt, Schlagzeug, Olaf Roth, Keyboards) drei Videowände. Ein Reigen aus Filmausschnitten beginnt mit wenigen Szenen aus einem Konzert von Little Richard. Dann wird das Schwarz-Weiß-Foto eines Jungen eingeblendet, eine Kinderstimme schwärmt: „Ich hatte Gott gehört.“

Beim Kabuki abgeschaut

Zwischen berühmten Songs wie „Life On Mars“, „Changes“, „Ziggy Stardust“ natürlich, „Heroes“, „This Is Not America“, zwischen allen Kostümwechseln (denn aufwendige Kostümwechsel sind bei einer Bowie-Hommage das Mindeste) erzählt Artur Molin dies und das über den scheuen Star, der die Schminke und die Verkleidungen, die künstlichen Posen und diversen Persönlichkeiten offenbar brauchte, um seine Schüchternheit zu überwinden. Apropos Posen: da hilft ein Ausschnitt japanisches Kabuki-Theater, die Herkunft dieser Bowie-schen Gesten zu belegen.

Wir sehen Bowie, immer wieder androgyn hingegossen. Mit feuerroten Haaren. Mit drittem Auge auf der Stirn. Bowie als Ziggy und auf dem Cover von „Time“. Bowie mit Mick Jagger durchs Video zu „Dancing In the Street“ toben. Bowie in Berlin und sogar als Vater.

Im Mittelpunkt steht die Musik, die vier könnten als David-Bowie-Coverband touren. Aber es gibt auch nicht gerade wenige interessante Details aus dem Leben des Stars, der es zurückwies, dass man ihn ein Chamäleon nannte: Ein Chamäleon passe sich seiner Umgebung immer an. Das konnte man von David Bowie tatsächlich nicht behaupten.

Volksbühne im Großen Hirschgraben, Frankfurt: wieder am 16. Januar. volksbuehne.net

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