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Offenbar hatte Basic dieses Mal weniger Erfolg mit seinem Twitter-Account.
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Offenbar hatte Basic dieses Mal weniger Erfolg mit seinem Twitter-Account.

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Summ Summ

Robert Basic versucht, seinen Twitter-Account zu verkaufen - die Follower, inbegriffen. Basic hat Erfahrung mit solchen Transaktionen. Anfang des Jahres hat er bereits sein Blog "Basic Thinking" für 46.902 Euro verkauft. Von Marin Majica

Von Marin Majica

Das mit dem Menschenhandel müsste jemand Robert Basic vielleicht nochmal erklären. Der ist nämlich verboten, um das mal in aller empörten Deutlichkeit zu sagen. Aber Basic, 1966 im kroatischen Zagreb geboren, hat den Boden des deutschen Grundgesetztes erst 1970 betreten. Das könnte zu spät gewesen sein, um bis zu den Wurzeln seines wilden Balkan-Charakters durchzudringen. Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche.

Auf jeden Fall hat Robert Basic bis gestern versucht, seinen Twitter-Account zu verkaufen. Die fast 5000 Follower, die seine Nachrichten in dem Kurzmitteilungsdienst lesen, waren in dem Angebot inbegriffen. Basic hat mit solchen Transaktionen Erfahrung. Anfang des Jahres hat er sein Blog "Basic Thinking" auf Ebay für 46.902 Euro verkauft, es gehört nun der onlinekosten.de GmbH in Hürth.

Offenbar hatte Basic dieses Mal weniger Erfolg mit dem Verschachern von Menschen, die ihn interessant finden und jahrelang begleitet haben. Gestern Mittag teilte er in seinem neuen Blog mit, dass ihn weder "die preislichen Vorstellungen" der Bieter noch ihre "Informationsmodelle" überzeugt hätten. Die ethische Debatte darüber, ob man einen Twitter-Account samt Followern verkaufen könne, sei ihm dagegen egal. Die Geschichte habe auch ohne Verkauf genug "Buzz" erzeugt, also Gerüchte-Summen.

Spätestens an dem Punkt hätte ich Basic mit Pauken und Trompeten "unfollowed", also rausgeschmissen aus der Liste der Twitterautoren, die ich lese, wenn er da dringewesen wäre. Doch seine Followerzahl ist seit Januar nur um etwa 250 gesunken. Vielleicht wollen viele wissen, wie es mit dem Buzz-König Basic weitergeht. Der arbeitet an einem Projekt, bei dem Nutzer sich gegenseitig mit lokalen Nachrichten versorgen sollen. Anregungen dafür hat Basic sich unentgeltlich von seinen Netz-Freunden erbeten. Offenbar haben auch welche geantwortet. Wie das Projekt heißt? Da muss man nur dem Summen im Netz lauschen.

Verlinkt heißt die Kolumne, in der die Autoren Marin Majica und Patrick Beuth jeden Mittwoch über die Welt der neuen Medien schreiben.

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