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Im Online-Netzwerk Facebook wurde eine Umfrage eingestellt, ob Obama umgebracht werden soll.
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Im Online-Netzwerk Facebook wurde eine Umfrage eingestellt, ob Obama umgebracht werden soll.

Mord-Umfrage bei Facebook

Soll Obama getötet werden?

Ja, Nein, Vielleicht: Im Online-Netzwerk Facebook wurde eine Umfrage zur Tötung von Präsident Barack Obama veröffentlicht. Nun ermittelt der US-Geheimdienst Secret Service. Der Anbieter löscht die Seite. Von Andreas Kraft

Von Andreas Kraft

Wenn der Secret Service anruft, handelt Facebook sofort. Schließlich geht es dann ja auch um den Schutz des US-Präsidenten. Am Samstag stellte ein Nutzer anonym eine Umfrage auf die Internetseite: "Soll Obama getötet werden?" Antworten konnten die Besucher mit "ja", "nein", "vielleicht" und "wenn er meine Gesundheitsversorgung einschränkt".

Am Sonntag entdeckte eine Bloggerin die Umfrage, ärgerte sich über die nächste Unappetitlichkeit in der Diskussion um die Gesundheitsreform und rief direkt den Secret Service an. Die Bodyguards des Präsidenten wandten sich an Facebook. Am Montag löschte die Internetfirma die Umfrage. Die Facebook-Sprecherin Barry Schnitt bedauerte den Vorfall. Jetzt ermittelt der Secret Service gegen den Nutzer, der die Umfrage online stellte. Schließlich könnte der ja tatsächlich ein Attentat planen.

Eigentlich ist Facebook dafür gedacht, alte Schulfreunde wiederzufinden, neue Leute kennenzulernen und mit Bekannten in Kontakt zu bleiben. Eine Umfrage kann da helfen, sich auf das Lokal für das nächste Klassentreffen zu einigen. Doch nicht nur Umfragen werden auf der Facebook-Seite gerne anders genutzt. So warb nicht nur US-Präsident Barack Obama mit dem sozialen Netzwerk um Wählerstimmen. Auch Rechtsradikale suchen so nach neuen Anhängern.

Im Mai wurde daher vor allem in US-amerikanischen Blogs lautstark gefordert, Facebook müsse Kommentare, die den Holocaust leugnen, löschen. In den Nutzungsbedingungen der Seite heißt es ja, dass "hasserfüllte, bedrohende oder pornographische Inhalte" verboten sind.

Der Protest half nicht. Die Firma weigerte sich: Man wolle den Menschen ein Forum bieten, auf dem jeder seine Meinung frei äußern könne. Schnitt sagte damals: "Holocaust-Leugnung verstößt nicht gegen unsere Nutzungsbedingungen." Die Frage, ob der US-Präsident getötet werden soll, hingegen offenbar schon.

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