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Quelle: www.1a-gifs.de/gifs/leute/test/browserwar.shtml
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Quelle: www.1a-gifs.de/gifs/leute/test/browserwar.shtml

Sicher surfen

Alternative Browser und Mail-Clients sind seltener Hacker-Ziel als Microsoft-Produkte

Von NATALIE HOMBERGER

Wer kennt und nutzt sie nicht: Internet Explorer und Outlook - die Microsoft-Software zum Surfen und Mailen. Weil es immer wieder Sicherheitslücken gibt, schauen sich aber viele nach alternativen Browsern und Mail-Clients um. Hier erfahren Sie, ob man damit wirklich sicherer surft.

Microsoft-Software ist, weil am weitesten verbreitet, Lieblingsopfer potenzieller Angreifer. 87 Prozent der Surfer in Europa nutzen laut einer aktuellen Adtech-Erhebung den Internet Explorer (IE), der häufig auf neuen Rechnern vorinstalliert ist. Für Hacker ein lohnendes Ziel. Sie bringen den IE zum Absturz, lesen persönliche Daten aus, klauen Passwörter, manipulieren die Einstellungen oder führen ungefragt Programme aus. Meist werden Viren per Mail verschickt, manchmal verbreiten sie sich auch übers Internet. Gefährlich ist nach Ansicht von Fachleuten die enge Verzahnung der Microsoft-Programme. Das macht es Schädlingen leicht, sich auf dem PC zu verbreiten. Kritisiert wird zudem, dass Sicherheitslücken oft erst spät geschlossen werden. Aufgrund der Probleme empfehlen Experten, auf Nischensoftware umzusteigen.

Tatsächlich bieten die gängigen Browser-Alternativen Firefox, Mozilla und Opera in der Regel besseren Schutz vor Datenklau, Viren und tückischen Programmen. Außerdem haben sie neben einem Popup-Blocker, der Werbeeinblendungen unterdrückt, allerhand Komfort an Bord, den der Internet Explorer nicht kennt. Beispiel Tabbed Browsing: Damit kann man beliebig viele Webseiten in nur einem Anwendungsfenster öffnen, so dass die Taskleiste übersichtlich bleibt. Per RSS kann man mit Firefox und Opera Nachrichtendienste nutzen.

Bereits neun Prozent der Surfer setzen auf Firefox. Auch Opera, im April in neuer Version erschienen, findet zunehmend Anhänger. Umsteiger lassen sich nicht vom Manko alternativer Browser abhalten: Sie können Webseiten, die für den Internet Explorer optimiert sind, nicht richtig anzeigen, dazu zählt auch die Windows-Update-Seite. Dafür sollte man weiter den Internet Explorer nutzen. Nutzer, die ohnehin beim Explorer bleiben wollen, dürfen auf den neuen IE 7 hoffen, den Microsoft im Sommer als Betaversion herausbringen will und der komfortabler und sicherer sein soll.

Vertraute Optik

Auch alternative Mail-Clients müssen sich nicht verstecken. Thunderbird, Pegasus und TheBat gelten als beliebte und sichere Alternativen. Was die Optik anbelangt, fühlen sich Umsteiger in diesen Programmen schnell heimisch. Zum Standard der Mail-Clients gehören Sicherheitsvorkehrungen bei der Anzeige von HTML-Mails und bei potenziell gefährlichen Dateianhängen sowie Spamfilter und Verschlüsselung. Darüber hinaus ist die Verwaltung mehrerer Konten und Benutzer möglich. Pegasus und TheBat werden auch für den Einsatz in Netzwerken empfohlen.

Viele Mail-Clients können Adress- und Mailbestand aus anderen Programmen übernehmen; das gilt auch für die hier vorgestellten mit Ausnahme von Pegasus. Allerdings können beim Umstieg, egal auf welchem Weg, eventuell Daten verloren gehen. Verteilerlisten werden beispielsweise nicht immer vollständig importiert, Mailordner nicht ganz korrekt sortiert. Für die Umstellung und eventuell erforderliche Nachbearbeitung sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. Tipp: Outlook (Express) und die dazugehörigen Adress- und Maildatenbanken nicht vorschnell löschen. Unter www.joshie.com/projects/dawn/download.html gibt es ein Tool zur Konvertierung diverser Adressbuchformate. Hinweise für den Wechsel zu Pegasus unter www.clef.at/yagpmfaq/import/. Hilfe bieten auch Foren.

Doch auch wer auf alternative Software umsteigt, ist nicht grundsätzlich vor Hackerangriffen geschützt. Auch hier wurden schon Sicherheitslücken gefunden. Deshalb sollten die Nutzer unbedingt die Sicherheitsregeln beachten. Denn Schwachstellen werden durch unbekümmertes Verhalten der Anwender begünstigt. Experten empfehlen, sich mit den Sicherheitseinstellungen vertraut zu machen und sie gegebenenfalls anzupassen. Gute und meist schnelle, verständliche Unterstützung bieten Anwenderforen, die etwa auf dem Portal Mailhilfe (www.mailhilfe.de) zu finden sind.

Die Texte sind erstmals im Öko-Test Monatsheft 7/2005 erschienen.

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