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Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler bei der Vorstellung des WDR-Fernsehfilms "Mein Leben"
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Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler bei der Vorstellung des WDR-Fernsehfilms "Mein Leben"

TV-Premiere

Schweighöfer spielt Reich-Ranicki

Matthias Schweighöfer in der Rolle des Literaturkritikers: Für 5,5 Millionen Euro hat der WDR Reich-Ranickis Buch "Mein Leben" verfilmt.

Hamburg. Mit mehr als einer Million verkauften Exemplaren ist Marcel Reich-Ranickis Buch "Mein Leben" zum Bestseller geworden.

Aber nach der Veröffentlichung im Jahre 1999 habe es sechs Jahre lang gedauert, bis die TV-Rechte an den Westdeutschen Rundfunk (WDR) und die Filmfirma Trebitsch Entertainment gegangen seien, sagte die Fernseh-Produzentin Katharina Trebitsch am Montagabend in Hamburg.

Nach einer raschen Ankündigung des Konkurrenzunternehmens Teamworx, das Buch zu verfilmen, sei dann lange nichts mehr passiert. Erst im Jahr 2005 sei es zu einer Einigung zwischen Reich-Ranicki, dem WDR und Trebitsch gekommen.

Der fertige Film - Kosten: 5,5 Millionen Euro - mit Matthias Schweighöfer in der Rolle des Literaturkritikers liegt nun vor und wird am 15. April (20.15 Uhr) in der ARD ausgestrahlt. Er beschreibt auf der Grundlage von Reich-Ranickis Biografie sein Leben zwischen 1928 und 1958 - die Kindheit in Polen, die Jugend in Berlin, das Leben im Warschauer Ghetto und die Flucht aus dem Ghetto mit seiner Frau Tosia. Seine Tätigkeit für die stalinistische Geheimpolizei UB in den Nachkriegsjahren spart der Film aus - später wird er in Polen Literaturkritiker und siedelt 1958 in die Bundesrepublik Deutschland über.

Laut Trebitsch hatte Reich-Ranicki (87) zunächst ein Mitspracherecht am Drehbuch gewünscht. Dies habe er jedoch nicht bekommen. Dem Drehbuchautor Michael Gutmann habe er die Bitte auf den Weg gegeben: "Bitte langweilen Sie die Zuschauer nicht." Bei einer privaten Vorführung vor rund zwei Wochen soll sich Reich-Ranicki angetan gezeigt haben und laut WDR-Redakteurin Barbara Buhl dem Regisseur Dror Zahavi die Frage gestellt haben: "Haben Sie je einen besseren Film gedreht?".

Schauspieler Schweighöfer, Jahrgang 1981, und seine Film-Frau Katharina Schüttler, Jahrgang 1979, hatten vor Beginn der Dreharbeiten zur Einstimmung den Reich-Ranickis in Frankfurt einen Besuch abgestattet. "Das Gespräch hat mir geholfen, mir ein Gefühl für Menschen zu geben, die etwas erlebt haben, was ich selber nie erfahren habe", sagte Schüttler. Schweighöfer räumte ein, er habe Reich-Ranicki nur aus dem "Literatorischen Quartett" im ZDF gekannt. "Aber der Eierkuchen mit Quark und Zimt bei Reich-Ranickis - das war eine Situation, die war irgendwie geil."

Am 10. März erscheint beim Klett-Cotta-Verlag eine weitere Biografie über Reich-Ranicki: "Wolke und Weide" von Gerhard Gnauck, Polen-Korrespondent der Tageszeitung "Die Welt". Das Buch ist ohne Mitwirkung des Literaturkritikers entstanden. Die Druckfahne hat er nicht gelesen. (dpa)

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