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Hier noch gücklich vereint, mittlerweile aber getrennt: Italiens Innenminister Matteo Salvini und TV-Moderatorin Elisa Isoardi.

Matteo Salvini

Salvinis Freundin macht via Instagram Schluss

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Italiens Innenminister Matteo Salvini ist wieder Single. Elisa Isoardi, die Freundin des Rechtspopulisten, trennte sich von ihm mit einem Instagram-Post, den sie mit einem intimen Foto schmückte.

Aus seinem Privatleben hat Italiens starker Mann Matteo Salvini nie ein Geheimnis gemacht. Selfies von sich und seiner Lebensgefährtin Elisa Isoardi, Ex-Model und Moderatorin einer Kochshow, postete der rechtspopulistische Lega-Chef, Innenminister und Vizepremier gerne auf Twitter und Facebook. Die beiden präsentierten sich auch knapp bekleidet in enger Umarmung am Strand und veröffentlichten Fotos, auf denen Isoardi die Hemden ihres Liebsten bügelte.

Insofern muss Salvini wegstecken, dass nun auch das Ende der langjährigen Beziehung in aller Öffentlichkeit stattfindet – allerdings in einer Weise, wie sie selbst die seit Berlusconi an Politiker-Eskapaden gewöhnten Italiener noch nicht erlebt haben.

Elisa Isoardi veröffentlichte am Montag auf Instagram ein Selfie, das die beiden in – noch – trauter Zweisamkeit zeigt. Und zwar im Bett. Sie liegt im weißen Bademantel auf dem Rücken und lächelt in die Kamera, er hat seinen Kopf an ihre Brust geschmiegt und scheint friedlich zu schlummern, mit nacktem Oberkörper. Zur intimen Szene stellte Isoardi ein Gedicht: „Nicht das, was wir uns gegeben haben, werde ich vermissen, sondern das, was wir noch hätten geben müssen. Mit grenzenlosem Respekt für die wahre Liebe, die da war. Danke Matteo.“

Non è quello che ci siamo dati a mancarmi, ma quello che avremmo dovuto darci ancora. Gio Evan. Con immenso rispetto dell’amore vero che c’è stato. Grazie Matteo.

Ein Beitrag geteilt von Elisa Isoardi (@elisaisoardi) am Nov 5, 2018 um 1:16 PST

Wahre Liebe hin oder her, das Aus per Instagram muss ein schwerer Schlag sein für Salvini. Aber einer, der selbst brutal austeilt, wenn es gegen politische Gegner oder Migranten geht, kann sich schlecht beklagen. Als die Botschaft ihn ereilte, weilte Salvini weit weg, auf Dienstreise in Westafrika, in Ghana. Der frische Single reagierte Stunden später auf Facebook. Während er sich in Afrika für Sicherheit und die Lösung des Migrationsproblems einsetze, kriege er ständig Anrufe aus Italien, schrieb er am späten Abend.

Und versicherte allen Ernstes: Er habe aus guter Erziehung, Charakter und Respekt heraus nie sein Privatleben zu Markte getragen. „Ich habe geliebt und verziehen. Sicher habe ich auch Fehler gemacht, aber ich habe bis zuletzt daran geglaubt. Schade, jemand hatte andere Prioritäten“, lautete sein Beziehungs-Fazit. Es war ein ungewohnter Ton, geradezu zart.

Fast 6000 Zuschriften bekam er bislang auf Facebook, darunter aufmunternde („Wart ab, die wird schon wieder anrufen“), tröstende („Jetzt hast du ein Land, das dich liebt“) und eindeutige Angebote („Künftig bügele ich deine Hemden“). Für Salvini ist es nicht die erste Trennung. Er ist geschieden und hat zwei Kinder aus früheren Beziehungen. 

Diejenigen Italiener, die nicht zu den Fans des rechtsextremen Hardliners gehören, haben wenig Mitleid. Sie amüsieren sich entweder oder sind schockiert. Eine so öffentliche Inszenierung und eine derart eindeutige „After Sex“-Szene sei dem Minister und Vizepremier eines europäischen Landes nicht angemessen, war der Tenor in vielen Internet-Foren. „Ein weiterer Beweis dafür, dass öffentliche Ämter und Institutionen inzwischen völlig ihrer Autorität und Würde beraubt sind“, so ein resignierter Kommentar.

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