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Rücknahme des Pulitzer-Preises: Trump beschuldigt Gewinner, falsche Informationen zu verwenden

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Von: Fee Halberstadt

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Zwei Zeitungen bekamen 2018 den Pulitzer-Preis. Sie berichteten über die Einmischung Russlands in den Wahlkampf. Trump fordert die Rücknahme des Preises.
Zwei Zeitungen bekamen 2018 den Pulitzer-Preis. Sie berichteten über die Einmischung Russlands in den Wahlkampf von Trump. © Evan Vucci/dpa

Der Ex-Präsident Donald Trumpf fordert den Vorstand des Pulitzer-Preises dazu auf, zwei amerikanischen Zeitungen den Preis zu entziehen.

Washington – Seit Oktober 2021 drängt Donald Trump, der ehemalige Präsident der USA, darauf, dass der New York Times und der Washington Post, die Pulitzer-Preise für nationale Berichterstattung von 2018 entzogen werden. Der Grund für Trumps Forderung ist, dass die Berichterstattungen, für die die beiden Zeitungen ausgezeichnet wurden, auf falschen Fakten basieren würden. In den Berichterstattungen ging es um die Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf 2016, wie die amerikanische Nachrichtenplattform The Hill berichtet. Auch 2020 kursierte der Vorwurf, dass sich Russland in den Wahlkampf in den USA einmischen würde, um Trumps Sieg zu sichern.

Bereits nach Trumps erster Aufforderung, den Preis zurückzunehmen, reagierte das Gremium des Pulitzer-Preises. Laut ihnen gäbe es „ein ständiges Verfahren zur Überprüfung von Fragen zu früheren Auszeichnungen hat, nach dessen Richtlinien Beschwerden von einem ernannten Ausschuss geprüft werden“, so The Hill. Trump schrieb am Freitag (27. Mai) erneut an die Verwalterin des Ausschusses des Pulitzer-Preises, Marjorie Miller. Darin behauptet er, er habe das Recht, über den Status dieser Überprüfung informiert zu werden.

Donald Trump fordert Rücknahme des Pulitzer-Preises: Zeitungen hätten falsch berichtet

Außerdem fordert er weiterhin, dass der New York Times und Washington Post der Preis entzogen wird. „Es ist unbestritten, dass die Auszeichnung dieser Medien durch den Pulitzer-Ausschuss auf falschen und erfundenen Informationen beruht, die sie veröffentlicht haben“, steht in dem Schreiben, das am Dienstag (31. Mai) veröffentlicht wurde. Zudem behauptet der Ex-Präsident, dass die Berichterstattung der beiden Zeitungen „auf offenkundig gefälschten, herabwürdigenden und diffamierenden Nachrichten beruhen“. Er droht, dass es zu einer Klage kommen werde, wenn der Vorstand nicht das Richtige tun würde.

Hinzu kommt, dass Trump Miller in dem Schreiben von Freitag (27. Mai) dazu auffordert, sich die Zeugenaussage im Prozess von Michael Sussman, ein ehemaliger Anwalt von Hillary Clinton während des Wahlkampfes, genauer anzuschauen. Dieser solle dem FBI falsche Informationen zu einer Verbindung zwischen Trump und der russischen Alfa-Bank gegeben haben. Am Dienstag (31. Mai) wurde Sussman von einer Bundesjury freigesprochen, wie The Hill berichtet. (Fee Halberstadt)

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