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„Das Bild ist vom Flohmarkt. Die Frau strahlt so eine Kühle aus und ist trotzdem erotisch. Ich hänge daran.“
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„Das Bild ist vom Flohmarkt. Die Frau strahlt so eine Kühle aus und ist trotzdem erotisch. Ich hänge daran.“

Krimis

Rita Falk: „Madel, jetzt geh’ ma ins Dorf!“

Mit ihren Krimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer wurde sie zur Bestseller-Autorin: Rita Falk über Helden in der Provinz, motivierende Langeweile und das Glück, ihren Job verloren zu haben / Von Franziska Pröll und Paul Gäbler

Frau Falk, der bayerische Schriftsteller Herbert Achternbusch sagt, Heimat komme von Hemd. Das sei einem so nah.

Besser kann man es nicht beschreiben. Ich fahre gern weg, aber wenn ich heimkomme, ist das ein wohliges Gefühl. So kitschig es sich anhören mag, mir geht das Herz auf, wenn ich einen Zwiebelturm sehe oder unsere schönen Felder, Wiesen und Wälder. Ich fühl mich wahnsinnig wohl in München. In ’ner Stunde is’ man in den Bergen, man kann hochkraxeln und auf der Hütte hocken, des is schon toll.

Nach wie vielen Tagen fangen Sie an, Bayern zu vermissen?

Ach, das halt ich lange aus. Ich weiß ja, ich kann wiederkommen. Müsste ich wegziehen, wär es eine andere Geschichte. Da würd’ ich Heimweh kriegen. Wenn mich jemand auf eine Weltreise einlädt, sagt, wir sind ein halbes Jahr fort, hab ich meine Koffer in zwei Stunden gepackt. Hurra, und weg bin ich.

Macht gutes Essen für Sie Heimat aus?

Ja, Heimat findet in der Küche statt. Es gibt ja viele Bayern, die jeden Tag ihre Leberkässemmel essen. Ich selbst stehe auf italienische Küche, auf Pasta und Pizza.

Die bayerische Küche ist sehr fleischlastig. Ihre Buchtitel auch: „Leberkäsjunkie“, „Rehragout-Rendezvous“, „Weißwurstconnection“ oder „Schweinskopf al dente“. Kommt bei Ihnen Fleisch auf den Tisch?

Einen Schweinskopf würde ich niemals zubereiten. Das ist ja widerlich. Fleisch kommt bei mir höchstens einmal pro Woche auf den Tisch. Ausschließlich bio. Nach den ganzen Fleischskandalen in den letzten 15 Jahren.

Ihre Großmutter lieferte die Vorlage für die Oma des Dorfpolizisten Franz Eberhofer, der Hauptperson Ihrer Krimireihe. Weil sie immer so lecker gekocht hat, wie Sie bei einigen Ihrer Lesungen erzählt haben. Welches Gericht haben Sie sich von Ihrer Oma abgeschaut?

Schweinebraten, Gulasch und Apfelstrudel habe ich von ihr übernommen. Ich habe mich auch an Dampfnudeln versucht, aber die gelingen mir nicht. Ich hab’s inzwischen aufgegeben. Die wollen einfach nicht aufgehen, wie bei meiner Oma. Bei mir ist es immer so a Batz.

Sie sind in Oberammergau geboren. Der Ort in den Bayerischen Alpen zieht pro Jahr mehr als 800 000 Menschen an. Sie kommen wegen der Natur, der Passionsspiele, der Herrgottsschnitzer. Für Sie …

… ist Oberammergau meine Kindheit. Wenn ich da heute durchlauf’, ist mir, als wäre ich bei meiner Oma an der Hand und wir würden jetzt schnell beim Onkel Jackel vorbeischauen. Ich bin so froh, dass sich zumindest im Inneren des Dorfes so wenig verändert hat. Der Ortskern ist unfassbar kitschig. Ich mag die Häuser. Verziert mit Lüftlmalereien, mit biblischen Szenen vom letzten Abendmahl. Von den gedrechselten Balkonen fallen die Geranien runter zum Trottoir. Postkarten-Idylle.

Ihre Großmutter betrieb in Oberammergau eine kleine Pension. Im November waren die Touristen weg. Und dann?

Der November war der einzige Monat ohne Touristen. Die Sommerfrischler waren weg, die Skifahrer noch nicht da. Vier bis maximal acht Wochen hatten wir unsere Ruhe. Meine Oma hat dann gesagt: „Madel, jetzt geh’ ma ins Dorf, jetzt sind die ganzen Preuße fort.“ Wir sind durch die Straßen geschlendert, haben in die Läden hineingeschaut. Die Wochen davor ging das ja nicht, weil alles belagert war.

Großmutter und Enkelin auf Shoppingtour.

Einheimische hätten in den Geschäften in Oberammergau nie so viel Geld ausgegeben. Wenn die Touristen fort waren, waren Spielsachen, Kleidungsstücke und Schuhe reduziert. Meine Oma hat die Preise noch mal heruntergehandelt. „Das zweite Paar Schuhe kriegen wir dann aber für zehn Mark weniger.“

Sie haben mehr als sechs Millionen Bücher verkauft. Mit dem Schreiben begannen Sie, nachdem Sie vor zwölf Jahren als Bürokauffrau entlassen worden sind. Baut Ihr Erfolg auf Langeweile auf?

Als ich mein erstes Buch geschrieben hab, war ich todtraurig. Ich hatte meinen Job verloren. Ich fühlte mich von meinem Chef missverstanden. Der Frust bedrückte mich. Geschrieben habe ich schon vorher gerne, bloß reichte die Zeit neben Job und drei kleinen Kindern nie für mehr als eine Kurzgeschichte. Auf einmal hatte ich acht Stunden übrig, die ich vorher täglich im Büro verbracht habe.

Das Schreiben gab dem Tag einen Sinn und bewahrte Sie vor Langeweile?

So ist es. Langeweile ertrage ich überhaupt nicht. Im Urlaub kann ich schon mal drei Stunden im Liegestuhl liegen, aber mehr geht nicht. Ich werde unleidig, da nützt nicht einmal ein gutes Buch. Ich fühle mich beim Rumliegen einfach nutzlos. Wenn ich Städte besichtige, ins Museum gehe oder auf einen Berg steige, fühle ich mich befriedigt.

Sie schreiben ein Buch in sechs Monaten. Das zeugt von Disziplin.

Da kommt mir entgegen, dass ich so lange im Büro gearbeitet habe. Dem Alltagsrhythmus folge ich bis heute. Ich sitze von acht bis zwölf Uhr am Schreibtisch, mache Mittagspause, und ab 13 Uhr weiter bis fünf oder halb sechs. Die Schreiberei war lange mein Hobby. Irgendwann hat mein Agent zu mir gesagt: Du Rita, du verdienst jetzt Geld damit. Das ist dein Beruf. Wenn du sechs oder sieben Stunden geschrieben hast, dann hast du sechs oder sieben Stunden gearbeitet.

Thomas Mann schrieb jeden Tag zwei Seiten. Schafft Rita Falk mehr?

Da setze ich mich nicht unter Druck. Wenn es läuft, schreibe ein Kapitel am Tag. An anderen Tagen schreibe ich drei großartige Seiten und denke mir: Für heute ist es gut. Gerade, wenn es darum geht, den Kriminalfall aufzudröseln. Da muss ich recherchieren und rumtelefonieren. Ich höre auf, bevor mir der Kopf platzt.

Der Autor Roger Willemsen hat gern im Restaurant die Gespräche der anderen Gäste belauscht.

Ich hänge mit den Ohren auch oft am Nachbartisch rum. Meine Begleiter im Lokal sind manchmal angefressen: „Sag mal, hörst du mir eigentlich zu?“ Inspiration verbirgt sich an allen möglichen Orten: im Supermarkt an der Kasse, an der Tankstelle, an der Führerscheinstelle. Ich lauf mit offenen Augen durchs Leben.

Schalten Sie denn überhaupt mal ab?

Sowas strengt mich doch ned an. So ein Tischgespräch zu belauschen, erfordert keine Hochkonzentration. Ich hör zu und wenn mir was auffällt, was schräg oder witzig ist, oder wo ich mir denk, da könnt man sich mal dran bedienen, wird es in mein grünes Büchlein notiert. Ansonsten hör ich bloß zu. Das war zwar schon so, bevor ich Autorin geworden bin, aber jetzt ist es halt eine Berufskrankheit. Ich schaue auf alles. Körpersprache, Fingernägel, Kleidung.

Ihr Ehemann Robert ist letztes Jahr verstorben. Er war Polizist, für Ihre Romane über Franz Eberhofer, den bayerischen Dorfpolizisten, hat er viele Geschichten geliefert und all Ihre Bücher gegengelesen. Nun fällt ein wichtiges Korrektiv weg.

Der Schreiballtag ist jetzt komplett anders. Ich hab Robert abends vorgelesen, was ich tagsüber einfach so drauflos geschrieben hab. Das Vorleseritual hat mir viel bedeutet. Das Leben verändert sich, man muss sich anpassen, es hilft nix. Ich hab kurz überlegt, ob ich jemand anders vorlesen lass, aber ich dacht’ mir, es ist so ein heiliges Ritual zwischen uns gewesen. Das wird nicht ersetzt.

Wie lief das Ritual ab?

Mein Mann hat einen blauen Ohrensessel gehabt, einen großen, der neben meinem Schreibtisch gestanden ist. Da is er drin gesessen und ich hab ihm direkt vom PC vorgelesen. Er hat die Augen geschlossen, zugehört, ab und zu den Finger gehoben. Robert hat mit dieser Geste gesagt: „Nein, stopp!“ Einiges habe ich trotzdem nicht geändert. Einmal hat Robert gesagt: „Kein Polizist schießt auf einen Plattenspieler.“ Ich hab gesagt: „Der Eberhofer schon.“ Und das Thema war beendet.

Zur Person

Rita Falk , 1964 in Oberammergau geboren, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Ihr Mann Robert verstarb im Juli vergangenen Jahres.

Bis zu ihrem Durchbruch als Autorin war sie als Bürokauffrau tätig. Ihre erfolgreiche Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer ist auch verfilmt worden – ebenso wie ihr Roman „Hannes“. Er kommt am 25. November ins Kino. „Rehragout-Rendezvous“, der elfte Fall für Eberhofer, rangiert aktuell auf Platz eins der
„Spiegel“-Bestsellerliste (Paperback). osk

Glauben Sie, dass Franz Eberhofer Titel wie „Tofutohuwabohu“ oder „Seitangemetzel“ schmecken würden?

Die sind super.

Sie greifen zum Stift.

Die muss ich mir notieren. Dem Eberhofer schmeckt, was ich ihm auftische. Auch vegetarische Ersatzprodukte. Eberhofer ist viel moderner und erwachsener als alle annehmen.

Demnächst kommt Ihr autobiografisch geprägter Roman „Hannes“ ins Kino. Hannes fällt nach einem Motorradunfall ins Koma, sein bester Freund Uli besucht ihn fast täglich in die Klinik, um ihm vorzulesen. Wählen Sie Männer als Hauptfiguren, weil sie simpler gestrickt sind – und daher einfacher zu beschreiben?

Aus der Sicht eines Mannes zu schreiben, hat für mich eine Schutzfunktion. Ich gebe sehr viel von mir als Rita Falk preis. Wenn ich noch dazu die Geschichte einer Frau erzählen würde, würde ich mich komplett nackt fühlen. Ein Deckmäntelchen. Ich denk mir: Das kann ich gar nicht sein, ich bin ja kein Mann.

Wovor schützen Sie sich?

„Hannes“ ist nicht meine Geschichte. Sie ist verfremdet. Meine beste Freundin ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Sie war 30 Jahre alt. Als ich das Buch geschrieben habe, waren meine Söhne gerade in dem Alter wie Uli und Hannes, die Hauptfiguren des Buches. Diese Clique funktioniert so wie die Clique von meinen Jungs. Es gibt wahnsinnig viele Überschneidungen zu meinem Leben, wie Motorräder, zum Beispiel.

Haben Sie Ihrer Freundin Briefe geschrieben, so wie Uli sie an Hannes schreibt?

Nein, meine Freundin ist im Rettungshubschrauber gestorben. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch ein paar Tage im Krankenhaus gelegen hätte. Dass ich sie besuchen, noch einmal ihre Hand hätte nehmen können. Abschied nehmen. Vielleicht wollte ich ein paar Tage Hoffnung haben. Ich war mir bis kurz vor Schluss nicht sicher, wie das Buch enden wird. Für mich persönlich hätte ich gern ein Happy End geschrieben. Doch es war nicht möglich.

Der Filmkritiker Nikolaus von Festenberg ist kein Fan Ihrer Arbeit. Er bezeichnete Ihre Filme als „Dorfdeppentum“, wo „Klischeefiguren Bayernklischees aufführen“.

Die Geschmäcker sind verschieden. Ich vermute, dieser Mensch hat keine Ahnung, was in Niederbayern abgeht. Niederbayern ist so, wie es in meinen Büchern steht. Nur ist es halt von mir überzeichnet. Genau das ist der Sinn. Meine Bücher sind keine Sachbücher, die Überdrehung ist gewollt. Jeder Bayer sieht: Das ist Bayern, das ist überspitzt. Natürlich sind wir nicht so wie in den Filmen „Dampfnudelblues“ oder „Winterkartoffelknödel“. Wenn man sich Dick und Doof anschaut, ist da auch nicht realistisch, dass man alle paar Schritte über eine Leiter stolpert.

Franz Eberhofer erfüllt jegliche Klischees eines bayerischen Dorfpolizisten. Bisschen sexistisch, bisschen rassistisch. Reizt es Sie, mit solchen Figuren zu arbeiten?

Man muss seine Protagonisten interessant machen. Wie, das ist völlig wurscht. Ein Eigenleben, ein Charakter, der muss noch nicht einmal gut sein. Etwas einhauchen, was den Leser fesselt und interessiert. Nichts wäre schlimmer als ein langweiliger Dorfpolizist. Sowas will keiner lesen.

In „Schweinskopf al dente“ wird Franz Eberhofer zu Familie Özdemir gerufen, wegen einer angeblichen Zwangsheirat. Er stellt fest: Die Tochter ist hässlich. Er könne verstehen, dass sie die verheiraten wollen. Haben Sie Angst, dass die Leute den doppelten Boden in Ihrer Erzählung nicht sehen?

Ich weiß ned, ich steck ned drin in den Köpfen meiner Leser. Es wird solche und solche geben. Viel wichtiger ist, wie ich es meine. Ich halte Leuten gerne den Spiegel vor. Es gibt noch die Szene am Fußballplatz, wo ein türkischstämmiger Mann Fußball spielt und dann diese unglaublichen Proleten „Bimbo“ runterschreien. Ich finde es viel sinnvoller, darauf aufmerksam zu machen als die Leute zu verurteilen.

Sie bilden Realität also ab, auch wenn sie rassistisch ist?

Ich überspitze. Es ist vielleicht etwas provokant, aber so ist es.

Der Vater von Eberhofer ist leidenschaftlicher Kiffer, der Besitz von Marihuana weiterhin strafbar. Stört Sie das?

Ja. Wenn man sieht, wie einfach man an Alkohol kommt, in jedem Alter, da frage ich mich: Muss ich das jetzt verstehen? Ich hätte es schon lange geändert. In Holland beobachte ich nicht mehr Drogensüchtige als bei uns. Ich glaube, man sieht das hier zu eng.

Bill Clinton sagte, er habe geraucht, aber nie inhaliert. Wie ist das bei Ihnen?

Ich trink lieber ein Glaserl Wein. Wobei… So am Lagerfeuer, warum nicht?

Vor ein paar Jahren soll Ihnen ein Pferd zugelaufen sein. Für Stadtmenschen schwer vorstellbar.

Ganz so war es nicht. Mein Nachbar stand eines Tages am Gartenzaun und sagte: „In diesem Hänger ist ein Pferd, das hab ich heut‘ Nacht gerettet. Schau es dir lieber nicht an.“ Mein Stichwort! Also, Tür auf. Da guckt mir ein weißer Appaloosa mit rosaroter Schnauze entgegen. Ich bin näher gekommen, wollte eigentlich nur nachsehen, ob er da genügend Platz hat. Er hat mir seinen Kopf auf die Schulter gelegt, die Augen zugemacht. Das war’s. Ich hab zu meinem Nachbarn gesagt: „Was willst du dafür?“ Wir haben uns geeinigt, das Scheidungspony blieb bei mir. Seine Besitzerin war mit ihrem Liebhaber durchgebrannt und der Verlassene wusste sonst keine Verwendung mehr dafür.

Sie haben vor ein paar Jahren angefangen, zu malen. Muss immer etwas raus bei Ihnen?

Meine Kreativität macht leider nie Pause. Wenn ich nicht male oder schreibe, richte ich die Wohnung neu ein, streiche die Zimmer oder stricke.

Hier in Ihrem Wohnzimmer hängt über dem Sofa das Bild eines jungen Mädchens mit Pagenschnitt und großem, blauem Hut. Was ist Ihnen ins Auge gestochen, als Sie das Bild zum ersten Mal gesehen haben?

Das hab ich vom Flohmarkt gekauft. Ich fand das Bild auf Anhieb großartig. Die starken Farben sind mir aufgefallen. Der Blick dieser Frau, ihr Hut. Sie strahlt so eine Kühle aus und ist trotzdem wahnsinnig erotisch. Ihr viel zu langer Hals und die Orangetöne machen es aber gleichzeitig surreal. Keine Ahnung, wer es gemalt hat, es ist nicht signiert. Ich hänge an diesem Bild.

Direkt hinter Ihnen an der Wohnzimmerwand hängt ein Selbstbildnis von Frida Kahlo. Ein Vorbild?

Definitiv! Eine begnadete Künstlerin und dazu eine unfassbare starke Frau. Was sie in ihrem Leben durchmachen musste. Diesen schweren Unfall. Sie war mit dem Bus unterwegs, als der mit einer Straßenbahn zusammenprallte. Eine Haltestange bohrte sich durch den Rücken von Frida Kahlo. Später verliebte sie sich in den Maler Diego Rivera. Blieb ihm treu, während er ständig fremd ging. Da ziehe ich den Hut. In Mexiko war ich bis jetzt nicht, das wäre vielleicht eine Idee. Das Essen soll jedenfalls gut sein.

Sie schreiben, Sie malen, Sie stricken – fehlt als letzte Muse eigentlich nur noch die Musik.

Ich habe mir tatsächlich in einer Langeweilephase vor ein paar Jahren eine Gitarre mit Gitarrenheft zugelegt. Nach ein paar Youtube-Kursen hab ich schnell festgestellt, dass so ein Akkord gar nicht so einfach ist. Und ich hatte echt gedacht: Setzt du dich mal hin und spielst Gitarre. Irgendwann hatte ich solche Schwielen an den Fingern, dass ich eine Pause machen musste. Und die dauert bis heute an.

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