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Reales und Surreales in Farbe

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Joel Meyerowitz Cape Cod, 1976, Cosmos Color Print 35,5 x 27,9 cm Inv.-Nr. 000993 Haus der Photographie / Sammlung F.C. Gundlach, Hamburg.
Joel Meyerowitz Cape Cod, 1976, Cosmos Color Print 35,5 x 27,9 cm Inv.-Nr. 000993 Haus der Photographie / Sammlung F.C. Gundlach, Hamburg. © Deichtorhallen Hamburg

Vier amerikanische Künstler sind im Hamburger Haus der Photographie zu sehen. Sie haben die New Color Photography nachhaltig geprägt. Dazu gesellt sich das Werk eines japanischen Photographen.

Hamburg. Arbeiten der vier amerikanischen Fotografen Joe Maloney, Joel Meyerowitz, Stephen Shore und Joel Sternfeld sind von Freitag an bis zum 11. Januar 2009 im Haus der Photographie in Hamburg zu sehen. Mit ihren Bildern haben die Künstler die New Color Photography der 70er Jahren nachhaltig geprägt, teilte das Haus der Photographie mit.

Mit dem bewussten Einsatz der Farbe als künstlerischem Ausdrucksmittel im Medium der Fotografie haben sie sich über die Behauptung Walker Evans, die Farbe sei "vulgär", erfolgreich hinwegsetzt. Die gezeigten Werkgruppen stammen aus der Dauerleihgabe der Sammlung F. C. Gundlach.

Urbane Situationen jenseits der Banalität

Stephen Shores (*1947 New York) im klassischen Sinne nüchterne wiewohl formalistisch geprägte Position löse urbane Situationen aus ihrer scheinbaren Banalität. Ihm gegenüber finden sich romantisch anmutende Farbfeldkompositionen, die Joel Meyerowitz (*1938 New York) auf Cape Cod in der "Blauen Stunde" für sich entdeckte.

Die sensible Kraft eines Joel Sternfeld (*1944 New York) kommentiere zurückhaltend wiewohl ironisierend sozio-politische Strukturen amerikanischer Landschaft und ihrer Bewohner, während Joe Maloney (*1949 Worcester/ Massachusetts) mit einer bewusst verfremdeten Farbwiedergabe den Realitätsbegriff zugunsten einer surrealen Wahrnehmung irritiere.

Zeitgleich wird der japanische Fotograf Kiyoshi Suzuki (1943-2000) erstmals in Deutschland vorgestellt. Der mit 57 Jahren gestorbene Japaner begann mit Serien über Minenarbeiter in seiner Heimatstadt Iwaki City und wandte sich bereits in den 70er Jahren gegen einen objektiven Ansatz in der Fotografie. (dpa)

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