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Der schwedische Modekonzern H&M erntet für das Werbefoto viel Kritik.

Rassismusvorwurf

Promis kritisieren H&M für Werbefoto

Nach einem kontroversen Werbefoto gibt es viel Kritik im Netz. Auch Promis wie Boris Becker und The Weeknd sind über die schwedische Modekette entsetzt. Mittlerweile hat das Unternehmen das Bild zurückgezogen.

Nach einem umstrittenen Werbefoto bekommt die schwedische Modekette H&M viel Gegenwind - auch von prominenter Seite. „Ich war diesen Morgen geschockt und beschämt von diesem Foto. Ich bin zutiefst beleidigt und werde nicht mehr mit H&M zusammenarbeiten“, schrieb der kanadische R&B-Sänger The Weeknd (27) am Montag auf Twitter. Der Musiker mit äthiopischen Wurzeln hatte bei H&M seine eigenen Kollektionen herausgebracht und für die Kette gemodelt.

Das schwedische Unternehmen hatte für einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“ einen schwarzen Jungen modeln lassen und erntete dafür in sozialen Medien massiv Kritik. Auch Ex-Tennis-Star Boris Becker zeigte sich auf Twitter erbost. „Es hört nie auf...Wann fangen wir an, Farben zu respektieren!!!“

Der 50-Jährige hatte zuletzt AfD-Politiker Jens Maier angegriffen, nachdem auf dessen Twitter-Account Beckers Sohn Noah als „Halbneger“ beschimpft wurde. „Es ist Zeit, aufzustehen, den Finger zu heben und auf die Straße zu gehen. Hier und auf der ganzen Welt“, schrieb Becker in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Rassismus dürfe einfach nicht länger hingenommen werden.

It never stops ...when do we start respecting colour !!! pic.twitter.com/38DCSL7Vgs

— Boris Becker (@TheBorisBecker)

8. Januar 2018

Die Modekette hatte sich nach der Kritik entschuldigt und das Bild zurückgezogen. „Wir glauben bei allem, was wir machen, an Vielfalt und Inklusion und werden all unsere internen Strategien überprüfen, um künftige Probleme zu verhindern“, hieß es in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten. Man werde das entsprechende Kleidungsstück weltweit aus dem Handel nehmen.

Der Pulli war Teil einer Safari-Kollektion und wurde im britischen Online-Shop angeboten. Andere Kleidungsstücke, etwa mit der Aufschrift „Überlebensexperte“, wurden von weißen Kindermodels präsentiert. (dpa)

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