Tarife

Prepaid-Handys nicht ohne Kostenrisiko

Telefonate im Ausland werden oft später abgebucht. Ist das Guthaben aufgebraucht, werden die Kosten dann vom Konto abgebucht. Deshalb verlangen einige Anbieter beim Vertragsschluss die Kontoverbindung.

Hannover. Nicht alle Handy-Prepaid-Tarife bieten die vom Verbraucher erwartete volle Kostenkontrolle. Einige Tarife könnten auch dann noch Kosten erzeugen, wenn kein Guthaben mehr auf der Karte ist, warnt die Zeitschrift "c't" in ihrer aktuellen Ausgabe.

Dies gelte vor allem für Telefonate im Ausland, die oft erst später abgerechnet werden. Bei simply etwa müssten Kunden von vorneherein ihre Kontonummer angeben. Ist das Guthaben aufgebraucht, werden laufende Gespräche oder Datenverbindungen nicht getrennt. Die Kosten bucht simply vom Konto ab.

Um beispielsweise im Ausland trotzdem die Kontrolle zu behalten, rät die Zeitschrift, gegebenenfalls die Roaming-Nutzung zu deaktivieren. Für Kinder ließen sich zudem oft spezielle Zusatztarife buchen, die auf der einen Seite die Nutzung teurer Sondernummern verbieten. Auf der anderen Seite erlaubten die Tarife aber auch dann noch Anrufe bei einer voreingestellten Nummer, wenn das Guthaben bereits verbraucht ist. Diese Tarife eignen sich beispielsweise für Handys von Kindern.

Weil auch bei Prepaid-Verträgen die Daten des Käufers immer mit der SIM-Karte verknüpft sind, rät die Zeitschrift dazu, den Mobilfunkanbieter bei einem Verkauf oder einer Weitergabe der Karte zu informieren. Sonst kann es sein, dass sich der ursprüngliche Käufer der Karte später mit Forderungen für Telefonate oder Datenverbindungen konfrontiert sieht. (dpa/tmn)

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