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Hermann Gröhe (l.) und Thomas de Maizière, hier vergangene Woche in Berlin, werden auf dem Digitalgipfel in Ludwigshafen erwartet.
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Hermann Gröhe (l.) und Thomas de Maizière, hier vergangene Woche in Berlin, werden auf dem Digitalgipfel in Ludwigshafen erwartet.

Digitalgipfel in Ludwigshafen

Patienten sollen Gesundheitsdaten in eine Cloud stellen

Zum zweitägigen Digitalgipfel in Ludwigshafen werden zahlreiche Gäste aus der Politik erwartet. Ein zentrales Thema ist das Gesundheitswesen.

Politiker, Unternehmen und Wissenschaftler haben sich zum Start des Digitalgipfels in Ludwigshafen für eine zügige Vernetzung von Daten im Gesundheitswesen ausgesprochen. „Wir sind jetzt dabei, Krankenhäuser, Arztpraxen und die 70 Millionen gesetzlich Versicherten über ein sicheres Netz miteinander zu verbinden“, sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) der „Rhein-Neckar-Zeitung“  am Montag. Letzte Sicherheitstests seien erfolgreich abgeschlossen, so dass die erforderliche Technik bis Ende 2018 flächendeckend in allen Kliniken und Praxen verfügbar sein werde.

Röntgenbilder, Laborberichte, Daten zu Untersuchungen, Impfungen oder Medikamenten sollten nicht länger in einzelnen Praxen, Kliniken oder Rehazentren liegen, sondern für Patienten zentral verfügbar sein, empfahl Microsoft Deutschland. Um den Anforderungen etwa in der Telemedizin gerecht zu werden, komme es auf reaktionsschnelle Netzverbindungen an, betonte der schwedische Netztechnikanbieter Ericsson und nannte dabei die Mobilfunktechnik 5G.

Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam (HPI) stellte auf dem Digitalgipfel einen „radikal patienten- oder bürgerorientierten Ansatz“ vor. „Dabei bieten wir den Patienten die Möglichkeit, ihre Daten in einer Gesundheitscloud abzulegen, die wir entwickeln“, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel der Deutschen Presse-Agentur. Die Patienten können dann entscheiden, welcher Art von Datennutzung auf Seiten von Ärzten, Krankenhäusern oder Unternehmen sie zustimmen.

Schul-Cloud vernetzt 26 Schulen

Mit einem Aufruf zu mehr Tempo bei Vernetzung und Informationstechnik hat am Montag der Digitalgipfel in Ludwigshafen begonnen. „Wir müssen uns am Riemen reißen, um den Anschluss nicht zu verpassen“, sagte Meinel. „Es gibt da viel zu tun.“

Als konkretes Ergebnis des Gipfels im vergangenen Jahr in Saarbrücken nannte Meinel den für Montag geplanten Start einer „Schul-Cloud“: Hierfür hat das HPI die technische Infrastruktur aufgebaut, um in einer ersten Stufe 26 Schulen in 13 Bundesländern miteinander zu vernetzen. Dem Auftakt am Leininger-Gymnasium im pfälzischen Grünstadt müsse eine flächendeckende Umsetzung mit einem professionellen Partner folgen, der dann auf den Erkenntnissen des Pilotprojekts aufbauen könne, sagte Meinel. „Die Schulklassen sind über WLAN mit der Cloud verbunden und können auf fachbezogene Lehrinhalte und Werkzeuge zugreifen.“

Schwerpunkt der elften Auflage des zweitägigen Digitalgipfels ist aber die Vernetzung im Gesundheitswesen. Unter dem Motto „Vernetzt besser leben“ haben sich neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auch zahlreiche Bundesminister angekündigt. Zum Auftakt präsentierte sich am Montag die Rhein-Neckar-Region als „digitale Modellregion“. Am Dienstag soll dann die Bundespolitik im Mittelpunkt stehen. Neben der Bundeskanzlerin wird unter anderem auch Innenminister Thomas de Maizière erwartet. (dpa)

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