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NPD-Kundgebung in Brandenburg (Archivbild).

„Schützt die Pressefreiheit“

NPD-Hetze gegen Journalisten: Verbände und Zeitungen solidarisieren sich

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Mehrere große Verbände und 400 Journalistinnen und Journalisten solidarisieren sich mit drei Reportern. Die NPD will in Hannover gegen die Journalisten hetzen.

Mehrere Journalistenverbände und rund 450 Journalistinnen und Journalisten haben sich in einer Erklärung mit drei freien Reportern solidarisiert, die massiv von Neonazis bedroht werden. Dem Aufruf mit dem Titel „Schützt die Pressefreiheit“ haben sich unter anderen der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju), Reporter ohne Grenzen, das Netzwerk Recherche, der Verband Freischreiber sowie die Chefredaktionen der Wochenzeitung „Zeit“, des „Spiegel“, der Tageszeitung „taz“ und der FR angeschlossen.

Auf NPD-Demonstration wurden Journalisten eingeschüchtert

In der Erklärung werden Drohungen gegen die drei Reporter und weitere Journalisten verurteilt, die kritisch über die rechte Szene berichten. Die Unterzeichner fordern zudem Neuregelungen bei der Impressumspflicht und vereinfachte Auskunftssperren beim Einwohnermeldeamt, damit Journalisten ihre Daten besser schützen können. Zudem sollen Polizisten und Gerichte für Drohungen gegen Medienvertreter sensibilisiert werden.

Anlass der Erklärung ist eine für den 23. November in Hannover geplante Demonstration der rechtsextremen NPD, an der auch Kader der Neonazi-Splitterpartei „Die Rechte“ teilnehmen wollen. 

NPD organisiert Aufmarsch gegen drei Journalisten

Der Aufmarsch unter dem Motto „Schluss mit steuerfinanzierter Hetze“ richtet sich gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und namentlich gegen die freien Journalisten Julian Feldmann, David Janzen und André Aden, die seit Jahren über die Neonazi-Szene berichten und immer wieder Morddrohungen erhalten.

Aktuelle Nachrichten zur NPD

Wie die Rechten es sich in der Opferrolle einrichten: Altenstadt - Die Wahl von Stefan Jagsch zum Ortsvorsteher war ein Coup der hessischen NPD. Weil sie seit Jahren schlecht dasteht, versucht die Partei davon zu profitieren. Dank Jagsch und der seiner Wahl hat es die Hessen-NPD zumindest mal wieder in die Schlagzeilen geschafft.

Gerichtsstreit in Wetzlar: Die Stadt Wetzlar hatte der NPD untersagt, eine Halle für ihren Wahlkampf zu nutzen. Diese Entscheidung sei rechtswidrig gewesen, wie das Verwaltungsgericht Gießen nun entschieden hat. Die Stadt hätte der hessischen NPD im März vergangenen Jahres ihre Stadthalle für eine Wahlkampfveranstaltung überlassen müssen.

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