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Der Intendant der Nibelungen-Festspiele, Dieter Wedel.
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Der Intendant der Nibelungen-Festspiele, Dieter Wedel.

Worms

Nibelungenfestspiele 2010 abgesagt

Die Stadt Worms sagt ihre berühmten Nibelungenfestspiele für das Jahr 2010 ab - aus Geldmangel. Und der Intendant zeigt Verständnis. Jetzt sei Improvisationstalent gefragt.

Worms (ddp). Der Intendant der Nibelungenfestspiele in Worms, Dieter Wedel, hat sich nach der Entscheidung des Stadtrates für ein Aussetzen des Festivals verständnisvoll gezeigt. "Über das ganze letzte Jahr hat mich der Oberbürgermeister über die bedrohliche Finanzlage der Stadt informiert", ließ Wedel am Donnerstag über die Nibelungenfestspiele GmbH in Worms mitteilen. Es sei klar gewesen, dass die Stadt die Ausgaben für die Festspiele drastisch kürzen müsse, wenn sich die Situation nicht ändere.

"Aber wir wollen weiter für diese erfolgreichen Festspiele kämpfen und erfahren da auch sehr viel Unterstützung aus der Wormser Bevölkerung und den vielen auswärtigen Besuchern der Festspiele", sagte Wedel weiter. Man werde sich die Lust am Theater durch die Krise nicht kaputtmachen lassen. Nun sei Improvisationstalent gefordert. Zu seiner zukünftigen Rolle bei der Ausrichtung der Spiele äußerte er sich nicht.

Der Wormser Stadtrat hatte am Mittwochabend entschieden, die Festspiele im kommenden Jahr aus finanziellen Gründen ausfallen zu lassen. Stattdessen soll ein Kulturprogramm zum Stauferjahr im Dombezirk und im nahe gelegenen Heylshof stattfinden. In den Jahren darauf sollen die Nibelungenfestspiele abwechselnd als Saalveranstaltung im Wormser Theater/KuTaz stattfinden und auf einer Freilichtbühne am Dom organisiert werden.

Der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) betonte, die Entscheidung, die Festspiele 2010 auszusetzen, sei "allen natürlich schwer gefallen. "Es gilt: Die Festspiele werden nach dieser Atempause weitergehen. Und zwar in der gewohnten Qualität und Ausstrahlung", versicherte er. Ab 2011 stehe das generalsanierte Theater zur Verfügung, in dem die Festspiele dann zunächst inszeniert würden. Der Wechsel zwischen Saal- und Freilichtaufführungen ermögliche eine finanziell stabile Grundlage der Festspiele.

Die Geschäftsführer der Nibelungenfestspiele GmbH, Sascha Kaiser und Ulrich Mieland, zeigten sich optimistisch. "Diese Variante ermöglicht trotz Ausfall der Hauptinszenierung im Jahr 2010 den Bestand der Festspiele" Das Wichtigste sei, die Qualität der Aufführungen zu sichern, "ungeachtet, ob Kulturprogramm, Inszenierung im Theater oder vor dem Dom im Jahr 2012." Noch Ende August hatte die Nibelungenfestspiele GmbH mitgeteilt, die 9. Festspiele im kommenden Jahr auf den Juli vorverlegen zu wollen. Geplant war die Aufführung des "Nibelungen"-Klassikers von Friedrich Hebbel.

In diesem Jahr war die Komödie "Das Leben des Siegfried" von John von Düffel mit Christoph Maria Herbst, Matthias Schlung, Nina Petri und Gustav Wöhler in den Hauptrollen zu sehen. 17.500 Besucher waren zu den 17 Aufführungen am Wormser Dom gekommen. Die Auslastung des Festivals lag den Veranstaltern zufolge bei 92 Prozent. Glück hatte man in diesem Jahr in Worms mit dem Wetter: Keine Vorstellung musste wegen Regens abgesagt werden. (ddp)

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