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Bald nicht mehr in der Senderfamilie ProSieben-Sat.1: N24.
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Bald nicht mehr in der Senderfamilie ProSieben-Sat.1: N24.

Nachrichtensender N24

Neuigkeiten von Hermes

Nachrichten im klassischen Sinne bietet er ohnehin nicht sehr viele. Und inzwischen ist der Sender N24 das ungeliebte Kind von ProSieben-Sat.1 Media. Nun gibt es sechs Kaufgebote. Von Ulrike Simon

Von Ulrike Simon

In der Mythologie ist Hermes der Gott der Kaufleute und der Diebe. Er ist der Gottesbote, der die Toten zum Hades begleitet. Bei ProSiebenSat.1 ist Hermes die Bezeichnung für den Verkaufsprozess des Nachrichtensenders N24. Gerade geht er in die zweite Runde. Die Interessenten haben ihre Angebote abgegeben. Jetzt geht es darum, sie zu vergleichen: Welches ist das lukrativste? Wer garantiert den Erhalt wie vieler Arbeitsplätze?

Einer der Bieter ist die Firma Ren Media. Ihr Angebot umfasst die Zusage, die 250 N24-Mitarbeiter inklusive Geschäftsführung weiter zu beschäftigen. Hinter Ren Media steht der Filmproduzent Dimitri Lesnewski, der schon den Nischensenders Das Vierte besitzt. Lesnewski, ein Freund satirischer Nachrichten, weckt Argwohn - ungeachtet der Tatsache, dass er als Kreml-Kritiker gilt.

Um die Ernsthaftigkeit seines Angebots zu unterstreichen und Bedenken zu zerstreuen, landete Lesnewski nun einen schönen Coup: Jürgen Doetz, als Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien ein Medienpolitiker ersten Ranges, bestätigt, von Lesnewski gefragt worden zu sein, ob er den Verkaufsprozess als Berater begleiten und im Fall des Zuschlags bei N24 eine führende Aufgabe übernehmen würde. Eine derartige Aufgabe, könnte ihn reizen, sagt Doetz.

Angeblich sollen unter den Kaufinteressenten zwei weitere Bieter aus dem Ausland stammen, genauer gesagt aus den USA: der Wirtschafts- und Nachrichtensender CNBC und Rupert Murdoch. Verbürgt sind drei weitere Angebote für den Kauf von N24: Eines kommt von Martin Vorderwülbecke und Peter Löw, Eigentümer der Nachrichtenagentur ddp. Sie sollen dem Vernehmen nach jedoch keine Arbeitsplatzgarantie abgegeben haben.

Das gilt ebenso für das Angebot von Jan Mojto. Der Film- und Fernsehproduzent hat mit Patrick Hörl, früher Geschäftsführer des Discovery Channel, die Firma Autentic gegründet, mit der er bei Sky den Doku-Kanal Spiegel Geschichte betreibt. Im Fall des Kaufs von N24 soll Spiegel-TV die Nachrichten liefern. Hoffnungen macht sich schließlich die N24-Geschäftsführung. Sie will den Sender im Management-Buy-out-Verfahren mit Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust übernehmen.

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