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Diplomat gesucht

Neue Vorwürfe im Streit um ZDF-Chefredakteur

Der Streit über die Vertragsverlängerung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, die CDU-Politiker wie Roland Koch im Verwaltungsrat des Senders verhindern wollen, hat sich weiter zugespitzt.

Von DANIEL BOUHS

Der Streit über die Vertragsverlängerung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, die CDU-Politiker wie Roland Koch im Verwaltungsrat des Senders verhindern wollen, hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. So berichtete der "Spiegel" ohne Quellenangabe aus der Führung der CDU, Brender gelte dort als "unberechenbar" und "undiplomatisch". Der Jesuit habe es mit seinem "öffentlich-rechtlichen Katholizismus" übertrieben.

Wahrscheinlich denkt die CDU-Führungsriege dabei auch an die Elefantenrunde am Abend der Bundestagswahl im September 2005, bei der der damals gerade in seine zweite Amtszeit gestartete Brender den Noch-Kanzler Gerhard Schröder in die Schranken verwies. Als Schröder dem ZDF vorwarf, gegen ihn zu arbeiten, sagte Brender: "Nicht alles, was Ihnen nicht passt, ist Kampagne!"

Unberechenbar war das natürlich nicht. Es zeugte vielmehr von einem journalistischen Rückgrat, für das Brender aber schon seit jeher bekannt ist.

Im Deutschlandfunk brachte SPD-Ministerpräsident Kurt Beck, der Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates ist und zu Brenders Unterstützern gerechnet wird, gestern die Vermutung zum Ausdruck, "dass man auch in Berlin in diesem Revirement angenehmere Leute sehen will für den CDU-Teil der Bundesregierung". Beck betonte auch noch einmal seine Erkenntnis, dies alles komme nicht nur aus der hessischen Staatskanzlei, sondern "eher und wahrscheinlich nach meinem Eindruck stärker aus dem Kanzleramt".

Wenn das stimmt, würde es in der laufenden Debatte nicht nur um den Chefredakteur gehen. Dann würde sich plötzlich auch der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, im Fadenkreuz der Politik wiederfinden.

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