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Navid Kermani
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Navid Kermani

Streit beigelegt

Navid Kermani bekommt Kulturpreis

Der deutsch-iranische Schriftsteller und Islamwissenschaftler Navid Kermani soll nun doch mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet werden.

Mainz. Der deutsch-iranische Schriftsteller und Islamwissenschaftler Navid Kermani soll doch mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet werden. Mit diesem Ergebnis ging am Freitag ein vertrauliches Gespräch der designierten Preisträger im Mainzer Bischofshaus zu Ende.

Nach dem Skandal um die Vergabe des Preises waren die Protagonisten um Schlichtung bemüht: Navid Kermani, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,Salomon Korn, Karl Kardinal Lehmann und Kirchenpräsident Peter Steinacker trafen sich am Freitag zu einer Aussprache über die Ereignisse. In einer Pressemitteilung hieß es: "Im Verlauf der über zwei Stunden sich erstreckenden Diskussion wurden ohne eine weitere Beteiligung anderer Personen alle Aspekte der Kontroverse diskutiert."

Der Streit war entbrannt, nachdem Kardinal Lehmann in einem Brief an Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) - Vorsitzender des Preiskuratoriums - Bedenken gegen eine Verleihung des Preises geäußert hatte, den er zusammen mit Kermani und weiteren Religionsvertretern erhalten sollte. Lehmann machte seine Kritik an einem Text Kermanis fest, der aus muslimischer Sicht die christliche Kreuzestheologie als "Idolatrie" (Götzendienst) und Gotteslästerung bezeichnet. Daraufhin wurde Navid Kermani von der Preisträgerliste gestrichen.

Schon vor einiger Zeit zeigte sich der Kardinal allerdings zuversichtlich, die Differenzen zwischen beiden ausräumen zu können. Er habe nie gefordert, Kermani den Preis abzuerkennen, sagte Lehmann der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe) und kündigte zugleich ein persönliches Gespräch an. (fr/ddp)

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