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+++Aufregung über Biografie Ryszard Kapucinskis+++Gerhard Richter arbeitet für Dresdens Albertinum+++Neun Césars für Jacques Audiards "Ein Prophet"+++

Aufregung über Biografie Ryszard Kapucinskis

Die erste Biografie des vor drei Jahren gestorbenen polnischen Starreporters Ryszard Kapuscinski sorgt in Polen für Aufregung. Verleger aus Frankreich, Italien und Spanien hätten auf eine Veröffentlichung verzichtet, nachdem die Witwe des Journalisten gedroht habe, ihnen Rechte auf Neuauflagen der Bücher von Kapuscinski zu verweigern, berichtete die Zeitung Rzeczpospolita am Samstag. Alicja Kapuscinska hatte versucht, das Erscheinen der Biografie "Kapuscinski. Non-Fiction" von Artur Domoslawski in Polen zu stoppen. Ein Gericht wies aber vor einer Woche ihre Beschwerde zurück. Kapuscinski hatte als "Reporter des Jahrhunderts" fünf Jahrzehnte lang über Revolutionen und politische Umwälzungen in aller Welt berichtet. 2007 starb er im Alter von 74 Jahren. Manche der Bücher seien keine Berichte über Fakten gewesen und gehörten eher zur Litaratur, hieß es bei Domoslawski. Als "Legende" enthüllte er angebliche Bekanntschaft des Reporters mit Che Guevara oder Patrice Lumumba. (dpa)

Gerhard Richter arbeitet für Dresdens Albertinum

Der Maler Gerhard Richter schafft zwei Werke für das neue Albertinum in Dresden. "Derzeit entstehen eine Arbeit aus Glasscheiben und ein Werk aus 100 Hinterglasbildern extra für Dresden", sagte der Leiter des Gerhard Richter Archivs, Dieter Elger. Die Kunstwerke sollen einen Raum in dem sanierten Ausstellungsgebäude an der Brühlschen Terrasse füllen, das im Juni eröffnet werde. "In einem zweiten Raum werden wir eine Art Überblick über Richters Werk seit 1963 zeigen", sagte Elger. Dabei seien Leihgaben sowie Stücke aus dem Archiv und der Galerie Neue Meister zu sehen. Die Glasscheiben-Arbeit bestehe aus neun dreimal zwei Meter großen Scheiben und einer Stahlkonstruktion, erklärte Elger. Das Werk sei zunächst eine Leihgabe von Richter, die Hinterglasbilder eine Arbeit für Dresden.

Der 1932 in Dresden geborene Richter (78) zählt neben Georg Baselitz und Sigmar Polke zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern. Er lebt in Köln. (dpa)

Neun Césars für Jacques Audiards "Ein Prophet"

Bei der Verleihung der Filmpreise in Frankreich wurde der Gefängnisfilm "Ein Prophet" von Jacques Audiard großer Sieger mit neun César-Auszeichnungen. Der Preis für den besten ausländischen Film ging an "Gran Torino" von Clint Eastwood. "Ein Prophet" handelt vom Schicksal eines jungen Häftlings maghrebinischer Abstammung. Er erhielt den César für den besten Film, die beste Regie, den besten Schauspieler und das beste Original-Drehbuch. Der 28-jährige Tahar Rahim, der den Häftling verkörpert, bekam für sein Kinodebüt - erstmals in der Geschichte des César-Filmpreises - gleich zwei Auszeichnungen: als bester Nachwuchsdarsteller und bester Schauspieler. (dpa)

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