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PEN protestiert in Sachen Ernesto Cardenal

PEN protestiert in Sachen Ernesto Cardenal

Das PEN-Zentrum Deutschland hat den Sandinisten in Nicaragua im Zusammenhang mit Repressionen gegen den Schriftsteller Ernesto Cardenal Zynismus vorgeworfen. "Ausgerechnet die sandinistische Regierung unter Daniel Ortega bekämpft mit unlauteren Mitteln und mit üblen Methoden einen ihrer ehemaligen Weggefährten", protestierte die Schriftstellervereinigung am Freitag in Darmstadt. Der 83 Jahre alte Lyriker, frühere Priester und einer der renommiertesten Fürsprecher der Sandinisten, habe Amtsführung, Lebensstil und politische Praxis Ortegas offen kritisiert. Dafür sei er "mit fadenscheinigen Begründungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden". Der Strafvollzug werde offensichtlich auf Betreiben Daniel Ortegas angestrebt. Der bekennende "Freiheits-Theologe" Cardenal sehe in der Tatsache, dass heute wie in den Zeiten der Diktatur einige wenige Familien das Land beherrschen, einen Verrat an den Idealen Augusto Cesar Sandinos.

Cardenal erhielt 1980 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Tellkamp führtSWR-Bestenliste an

Die SWR-Bestenliste wird im Monat Oktober angeführt von Uwe Tellkamps Roman "Der Turm" im Suhrkamp Verlag. Auf Platz 2 rangiert der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan "Herzzeit", ebenfalls bei Suhrkamp erschienen. Auf Platz 3 folgt Rafael Chirbes mit dem Roman "Krematorium" (Kunstmann Verlag); Platz 4 : Hanne Kulessa mit dem Roman " Der Große Schwarze Akt" im Weidle Verlag. Platz 5: Ruth Klüger mit ihrem Erinnerungsbuch "unterwegs verloren" (Zsolnay); Platz 6: Norbert Niemann mit dem Roman "Willkommen neue Träume" (Carl Hanser Verlag); Platz 7: Volker Braun mit "Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer" (Suhrkamp); Platz 8: Cesare Paveses Roman "Dieeinsamen Frauen (Claassen Verlag); Platz 9-11: Iris Hanikas Roman "Treffen sich zwei" (Droschl); Christian Kracht: "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" (KiWi); Orhan Pamuk: " Das Museum der Unschuld" (Hanser). Persönliche Empfehlung im Oktober von Andreas Isenschmid: Claude Simon: Der blinde Orion (Zweitausendeins).

Illustrationspreis für Norman Junge

Der Zeichner Norman Junge hat den Illustrationspreis für Kinder- und Jugendbücher des Gemeinschaftswerkes der Evangelischen Publizistik (GEP) erhalten.

GEP-Direktor Jörg Bollmann überreichte dem 1938 in Kiel geborenen Künstler die Auszeichnung am Freitag im Frankfurter Römer. Damit wird Junges Illustration von Ringelnatz-Textenim "Kinder-Verwirr-Buch" des Berliner Aufbau-Verlages gewürdigt. Der Preis ist mit 5 000 Euro dotiert.

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