Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hans Georg Schröter ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
+
Hans Georg Schröter ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.

Kommentar

Mutig

Die Cebit in Hannover ist das weltweit größte Schaufenster für Neuigkeiten rund um Computer und Telefon. Die Messe gilt zugleich als ein wichtiges Barometer

Von HANS GEORG SCHRÖTER

Die Cebit in Hannover ist das weltweit größte Schaufenster für Neuigkeiten rund um Computer und Telefon. Die Messe gilt zugleich als ein wichtiges Barometer für die Konjunkturentwicklung. Und das ist vor Beginn der Veranstaltung erst einmal kräftig gefallen. Denn um sage und schreibe ein Viertel ist die Zahl der Aussteller in diesem Jahr abgestürzt. Klar, wer wie viele kleine Hardware-Hersteller in China oder Taiwan ums Überleben kämpft oder bereits aufgeben musste, der reist nicht nach Hannover. An Hiobsbotschaften mangelt es wahrlich nicht. Selbst renommierte große Konzerne wie Intel, Microsoft oder SAP haben angekündigt, Tausende von Stellen abzubauen.

Gleichwohl gibt sich Bitkom, die deutsche Lobby der Branche, zuversichtlich und glaubt, mit einem blauen Auge durch die Krise zu kommen. Mit dem Wachstum ist es vorerst zwar vorbei, doch hofft Bitkom, dass der Umsatz 2009 das Niveau des Vorjahres halten kann. Das ist mutig, hört sich aber stark nach Zweckoptimismus an. Denn seit Oktober ist der Anteil der Firmen, die die Folgen der Wirtschaftskrise spüren, nach einer Verbandsumfrage rasant gestiegen. Und es braucht erfahrungsgemäß einige Zeit, bis die Kürzungen von IT-Budgets auf die Anbieter voll durchschlagen.

Bitkom baut bei seiner Umsatzprognose vor allem darauf, dass die Hightech-Industrie entscheidende Beiträge zur Lösung der Krise leisten wird. Die Cebit soll dafür ein Signal setzen. Krisenbewältigung durch IT also. Das stimmt zwar, weil die Branche von Bits und Bytes ihren Unternehmenskunden hilft, die Kosten zu senken. Mit neuen Konzepten wie Cloud Computing oder durch den verstärkten Einsatz von lizenzkostenfreier Open-Source-Software. Durch "grüne" IT, die verspricht, die explodierenden Stromkosten in den Rechenzentren zu senken. Oder durch Outsourcing.

Gerade das Auslagern von IT-Aufgaben an externe Anbieter weckt aber Zweifel am Beitrag zur Krisenbewältigung. Wenn der Outsourcing-Markt - wie vorausgesagt - gegen den allgemeinen Trend kräftig wächst, gehen anderswo Stellen verloren. Denn Unternehmen, die auslagern, brauchen weniger Personal. Die IT-Branche wird dann zum Jobkiller in anderen Wirtschaftszweigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare