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Ukraine-Benefizkonzert mit dem HR-Sinfonieorchester: Geeint vom Entsetzen

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Von: Judith von Sternburg

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Die Alte Oper Frankfurt am Donnerstagabend. Foto: Bernd Knabe / HR
Die Alte Oper Frankfurt am Donnerstagabend. © Bernd Knabe / HR

Das HR-Benefizkonzert ist in der Alten Oper Frankfurt zu erleben. 20 Nationen spielen im Orchester.

Blau und gelb am Donnerstagabend die Fassade der Alten Oper, die – daran erinnerte der Orchestervorstand des HR-Sinfonieorchesters – einst selbst Opfer kriegerischer Zerstörung wurde, wie sie jetzt unter anderen Vorzeichen die attackierte Ukraine erlebt. 20 Nationen im Orchester, so der Vorstand, die die Musik eine und nun auch das Entsetzen über die Vorgänge in der Ukraine. Sollten auch dort Menschen im Internet zugesehen haben, hörten sie, wie ihr Frankfurter Generalkonsul Vadym Kostiuk der toten Kinder und tapferen Soldaten gedachte.

Das Benefizkonzert des HR bot bereits ein Element aus der ebenfalls von Juraj Valcuha dirigierten Sinfoniekonzert-Runde zum Wochenende, mit Truls Mørk, dem Solisten in Schumanns Cellokonzert. Danach das Ensemble Modern, das unter Susanne Blumenthal „Marevo“ der in Donezk geborenen Komponistin Anna Korsun spielte – eine gerade hier flirrende Verbindung, beginnen Streicher und „singende Sägen“ doch sirenenhaft, um die Fläche ins keck Zwitschrige weiterzuentwickeln.

Für den Finalsatz aus Beethovens Neunter traten die Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Chöre und ein Opernquartett aus Monika Buczkowska, Judita Nagyová, AJ Glueckert und Anthony Robin Schneider hinzu. Das Werk wie immer viel komplexer, als die bekannteste Melodie es nahelegt.

Als Video-on-Demand unter: www.hr.sinfonieorchester.de

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