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Tedeschi Trucks Band feat. Trey Anastasio
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Tedeschi Trucks Band feat. Trey Anastasio auf der Bühne.

Remake

Tedeschi Trucks Band verbeugen sich vor „Layla“

Der Titelsong „Layla“ ist einer der großen Gitarrenrock-Klassiker der 70er Jahre, das ganze Album von Derek & The Dominos ein Meisterwerk. Die Tedeschi Trucks Band traut sich also was mit ihrem Live-Remake.

Berlin - Es ist ja nicht ohne Risiko, nach 50 Jahren ein ikonisches Album wie „Layla And Other Assorted Love Songs“ von Derek & The Dominos nachzuspielen. Zu respektvoll und damit langweilig? Oder zu frei und damit womöglich verstörend für alte Fans des Meisterstücks?

Auf der jetzt veröffentlichten „Layla“-Liveversion der renommierten US-Bluesrocker Tedeschi Trucks Band funktioniert es - schon allein, weil die Hauptzutaten stimmen: tolle Instrumentalisten, versierter Gesang, viel frische Energie und hörbare Begeisterung.

Geprägt von zwei der größten Gitarrenvirtuosen jener Zeit, nämlich Eric Clapton und Duane Allman, wurde „Layla And Other Assorted Love Songs“ Ende 1970 veröffentlicht. Bis heute ist das über 75 Minuten lange Album in praktisch allen „ewigen Bestenlisten“ der Popmusik zu finden. Der zunächst furiose, dann bittersüße Titelsong, in dem Clapton die (noch) unerwiderte Liebe zur Frau seines Freundes George Harrison thematisiert, ist seither ein Klassiker.

Susan Tedeschi, die mit einer mächtigen Soul-Stimme gesegnete weiße Sängerin der neuen „Layla“-Fassung, wurde ziemlich genau zur Zeit der Veröffentlichung des legendären Originals geboren. Die 14 Stücke nahm ihre in den USA sehr populäre Rock-Bigband am 24. August 2019 bei einem Konzert während des LOCKN' Festivals in Arrington/Virginia auf. Die Rolle der Supergitarristen übernahmen Tedeschis Ehemann Derek Trucks, selbst früher bei den Allman Brothers und ein guter Clapton-Kumpel, sowie Trey Anastasio von der Endlos-Jam-Band Phish.

Es muss ein tolles Erlebnis für Freunde handgemachter Rockmusik gewesen sein, als die mit Bläsern verstärkte Tedeschi Trucks Band und ihr Gast Anastasio ein fast 100-minütiges Tribute-Feuerwerk zündeten. Mitreißende Grooves, fiebrige Vocals und brillante Soli fügen sich auf „Layla Revisited (Live At LOCKN')“ zu einer inspirierten Verbeugung vor einem Großwerk, wie es sich Altmeister Clapton und die Classic-Rock-Verehrer nur wünschen können. Wenn man ein Ikonen-Remake unbedingt machen will, dann so. dpa

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