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Yola
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Stark und selbstbewusst: Yola.

Starke Stimme

„Stand For Myself“: Begeisternder Soul-Pop von Yola

Eine Stimme wie die von Yola hört man wirklich nicht alle Tage. Nach einem bereits sehr starken Debüt erinnert die Britin mit Album Nummer zwei erst recht an große weibliche Soul-Ikonen.

Berlin - In diesen Sommer betrauert die Musikwelt den Verlust des englischen Soul-Superstars Amy Winehouse vor zehn Jahren. Der Tod der erst 27-jährigen, suchtkranken Musikerin am 23. Juli 2011 riss eine große Lücke in die Pop-Szene auf der Insel.

Dass nun gleich mehrere Sängerinnen mit viel Talent und Charisma von Großbritannien aus die Welt erobern, ist immerhin ein kleiner Trost. Nach Arlo Parks und Celeste, die im Frühjahr mit starken Debüts auftrumpften, ist jetzt Yola mit ihrem zweiten Album „Stand For Myself“ an der Reihe.

Schon der Vorgänger „Walk Through Fire“ (2019) hatte der 1983 als Yolanda Quartey in Bristol geborenen Britin vier Grammy-Nominierungen eingebracht - unter anderem als beste neue Künstlerin. Viel Kritikerlob und begeisterter Zuspruch von Promi-Fans wie Elton John und Mavis Staples waren die Folge. Das Popmagazin „Billboard“ nannte Yola „eine der gefeiertsten Sängerinnen unserer Zeit“, der „Rolling Stone“ hörte bereits eine neue „R&B-Königin“.

„Stand For Myself“, das mit Spannung erwartete zweite Album, erfüllt nun ganz viele Hoffnungen. Die Stimme der seit Jahren als Background-Sängerin (Massive Attack, The Chemical Brothers) bewährten Yola ist so umwerfend, dass man sich glatt an Soul-Ikonen wie Etta James oder Aretha Franklin erinnert fühlt. Zumal die opulenten Sixties-Pop-Arrangements einiger neuer Songs sich offenkundig an Franklins berühmten Burt-Bacharach-Interpretationen orientieren (etwa „Dancing Away In Tears“, „Starlight“ oder „Like A Photograph“).

Mit beeindruckender Mühelosigkeit führt Yola in den zwölf Liedern unter der Produzenten-Regie von Dan Auerbach (The Black Keys) Soul, Gospel, hymnischen Balladen-Pop und sogar Country-Folk („Great Divide“, „Whatever You Want“) zusammen. In ihren Texte formuliert die Britin viel schwarzes, feminines Selbstbewusstsein. Der kraftvolle Albumtitel und die starke Pose auf dem Cover sind also kein Zufall. Yola kann sich solche „Black Power“-Anspielungen definitiv leisten. dpa

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