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Marta Eggerth  im Jahr 1950 in Paris.
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Marta Eggerth im Jahr 1950 in Paris.

Marta Eggerth

Schön, reich und berühmt

Die Operettendiva Marta Eggerth wird 100 Jahre alt. Bis heute hat sich der Filmstar der 1930er-Jahre einen guten Humor bewahrt.

Sie lebt noch! Sie hat eine Internetseite! Sie wird heute 100. So kann es gehen, wenn man schön, reich und berühmt ist, wenn man als Wunderkind und Operettenstar sein Leben lang geliebt wird, von seiner Familie und vom Publikum. Martha Eggert, eine grazile Blondine mit hellem Sopran, ist eine der berühmtesten Operettendarstellerinnen des letzten Jahrhunderts.

Geboren als Tochter eines deutschen Bankdirektors und einer Sängerin in Budapest, stand sie schon mit 12 auf der Bühne, sang mit 17 in Wien und Hamburg, drehte mit 18 den ersten Film und erlebte mit 19 den Durchbruch in „Traraum Liebe“. Mit 22 sind 17 Filme abgedreht, Eggerth immer in der Hauptrolle, mit 24 heiratet sie den lässigen polnischen Tenor Jan Kipura – sie werden das Operetten-Traumpaar schlechthin. Bis sie 1938 als Halbjuden nach New York emigrieren, wo sie neue Karrieren beginnen und zwei Söhne großziehen.

Jan Kipura stirbt 1966, Marta Eggerth tritt noch auf, unterrichtet, reist. Zuletzt stand sie 1998 in einem „Tatort“ vor der Kamera – als sie selbst. Man darf schon annehmen, dass sie ein überaus glückliches und erfülltes Leben geführt hat. Doch was sagt sie im Rückblick? „Mein Leben war sehr langweilig. Ich bin nicht auf Partys gegangen. Ich habe nicht getrunken. Ich musst immer an meine Stimme denken.“

Sie scheint sich einen guten Humor bewahrt zu haben. In New York wurde sie jetzt gefragt, wie es ist, 100 zu werden. Sie sagt: „Ich weiß nicht. Ich habe keine Vergleiche. Fragen Sie mich mit 200.“ (bw.)

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