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Rod Stewart
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Auf Rod Stewarts neuem Album dreht sich alles um Sex, Liebe und schöne Erinnerungen.

The Tears Of Hercules

Rod Stewart auf neuem Album in Bestform

Aus seinem Liebesleben hat Rod Stewart noch nie ein Geheimnis gemacht. Auf seinem neuen Album widmet sich der 76 Jahre alte Sänger ausführlich dem Thema Sex. Könnte peinlich werden, klingt aber erstaunlich gut.

London - Seine Frauengeschichten sind berühmt und berüchtigt. Nach eigener Aussage hat Rod Stewart in seinem Leben kaum etwas ausgelassen, und noch immer denkt er vor allem an das Eine. Gedanken an Sex hätten ihn auch während des Lockdowns inspiriert, verriet der britische Sänger der Zeitung „Telegraph“.

Das Ergebnis: Sein neues, mitunter frivoles Album „The Tears Of Hercules“, dessen Songs sich vor allem um Sex, Liebe und schöne Erinnerungen drehen. Dem 76-Jährigen, der gerade von einer Konzertserie aus Las Vegas zurückgekehrt ist, hört man die Lebensfreude an. Und die Libido.

So will Sir Rod gleich im ersten Song des Albums der alten Zeiten wegen noch einmal mit einer alten Flamme in die Kiste hüpfen. „Ich will mich nicht niederlassen, ich bin ein Mann, den es weiterzieht“, singt er in „One More Time“. Sex mit der Ex? „Ich habe das wirklich noch nie versucht“, so Stewart. „Wenn mit einer Frau Schluss ist, dann ist wirklich Schluss. Das kriege ich gut hin. Aber wir sind doch alle mal in Versuchung geraten.“

Seit 2007 ist er mit dem 26 Jahre jüngeren Model Penny Lancaster verheiratet ist. Aus der Beziehung gingen 2005 und 2011 sein siebtes und sein achtes Kind hervor. Wie glücklich der Familienmensch mit seiner Penny ist, hört man in „I Can't Imagine“, das ihr gewidmet ist. „Ich kann mir nicht vorstellen, mit jemand anderem aufzuwachen“, singt er im Refrain. Heute sei er absolut treu, versicherte Stewart im „Telegraph“. „Ich bin total verliebt. Ich flirte mit niemandem mehr. Das würde ich nicht wagen!“

In seiner Musik hingegen erinnert sich der Altstar mit der blonden Strubbelmähne und der unverwechselbar rauchigen Stimme an eine heiße Nacht vor langer Zeit mit der 19-jährigen „Gabriella“: „Du hast dich langsam ausgezogen, ich tat, was du von mir wolltest...“. Die moderne Dancepop-Nummer gipfelt in einem wilden Gitarrensolo.

Sowohl Sir Rod als auch seine Frau berichten häufig sehr freizügig aus ihrem Liebesleben. Und Stewart empfiehlt, es ihnen gleichzutun. „Sex ist cool und Sex ist schön“, lässt er in „Kookookaramabama“ alle wissen, denn: „Sex versetzt dich ins Paradies. Sex ist gut für alle.“

Man kann das albern oder zum Fremdschämen finden, aber launig ist die Nummer - und irgendwie auch witzig. Stewart, zu dessen größten Hits „Da Ya Think I'm Sexy?“ zählt, betonte, er habe immer schon über Sex gesungen. „Irgendwer muss es ja machen, und ich hab's gemacht.“

„Born To Boogie“ erinnert an T.Rex-Legende Marc Bolan. „These Are My People“ ist eine hervorragende Coverversion des Johnny-Cash-Songs. Stewart macht ihn sich in seiner gewohnten Manier zu eigen, als wäre er für ihn geschrieben worden, dasselbe gilt für den ruhigen Titelsong, der vom kanadischen Singer-Songwriter Marc Jordan stammt.

Natürlich dürfen die obligatorischen melancholischen Songs nicht fehlen, denn Rod Stewart ist immer noch ein Meister der Balladen. „Hold On“ ist sein Beitrag zum schwierigen gesellschaftlichen Klima der Gegenwart. Er mahnt zu mehr Liebe, weniger Vorurteilen und erinnert im Text an Sam Cooke und dessen „A Change Is Gonna Come“.

Der vielleicht bewegendste Song ist „Touchline“, sein Lieblingslied auf dem Album, wie der Fan von Celtic Glasgow sagt. Es geht um seinen schottischen Vater und die Liebe zum Fußball, die dieser Stewart und seinem Bruder vererbt hat. „Er hat zugeschaut, wie seine Söhne das Spiel spielten, das er so liebte“, erinnert er sich. „Jetzt stehe ich im Regen an der Seitenlinie und schaue meinen Jungs bei diesem wundervollen Spiel zu. (...) Und manchmal blicke ich nach oben in die Wolken: Dad, ich hoffe, du schaust nach unten.“ Nur wenige können solche Lieder so unkitschig und authentisch singen wie Rod Stewart.

„Ich hab das bei meinen früheren Werken niemals gesagt, aber ich glaube, das ist seit Jahren mein mit Abstand bestes Album“, wird der Sänger im Begleittext zitiert. Es ist sein viertes Album mit überwiegend eigenen Songs seit 2013, als er nach fast 20 Jahren wieder anfing, selbst neue Musik zu schreiben. Das steht ihm gut zu Gesicht. Auf „The Tears Of Hercules“ präsentiert sich Rod Stewart in Bestform. Das Eigenlob geht in Ordnung. dpa

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