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Robert Plant + Alison Krauss
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Robert Plant und Alison Krauss haben sich für ihr zweites Album Zeit gelassen.

Raise The Roof

Robert Plant & Alison Krauss: Gegensätze ziehen sich an

Damit hatten Robert Plant und Alison Krauss wohl selbst nicht gerechnet: Ihr Duo-Album „Raising Sand“ räumte Ende der Nuller-Jahre sensationell ab. Auch der Nachfolger lebt von zwei starken Stimmen.

Berlin - Das Debüt der Led-Zeppelin-Legende Robert Plant mit der US-Sängerin Alison Krauss war ein riesiger Überraschungserfolg: „Raising Sand“ (2007) gewann fünf Grammys, darunter Hauptpreise für das Album des Jahres und die Aufnahme des Jahres; das Duo-Werk verkaufte sich millionenfach.

Die Coverversionen bekannter und weniger bekannter Folk-, Country-, Blues- und Rocksongs klangen so inspiriert, dass man sich auf eine Fortsetzung des Projekts zweier sehr unterschiedlicher Künstler uneingeschränkt freuen durfte.

14 Jahre nach der Veröffentlichung von „Raising Sand“ ist es nun soweit. Nach den Single-Appetizern „Can't Let Go“ im August und „High And Lonesome“ zeigen der immer noch lockenmähnige Brite Plant (73) und die Bluegrass-Spezialistin Krauss (50) mit „Raise The Roof“ erneut auch auf Albumlänge, wie gut ihre Stimmen harmonieren: der heiser-libidinöse Kraftprotz-Gesang des Ex-Hardrockers und der klare Sopran der Country-Ikone aus dem US-Bundesstaat Illinois.

Mit wechselnden Lead-Vocals stürzen sich die beiden Top-Stars in alte Lieder von Bert Jansch, Merle Haggard, Allen Toussaint oder The Everly Brothers. Hinzu kommen die Neukomposition „High And Lonesome“ von Plant mit Studioproduzent T Bone Burnett sowie „Quattro (Worlds Drift In)“ von der US-Crossover-Band Calexico - die Entdeckung dieser famosen Latin-Folk-Ballade nennt Krauss „den Moment, in dem ich wusste, dass wir ein weiteres Album machen würden“.

„Du hörst etwas und sagst: Hör dir diesen Song an, den müssen wir singen“, sagt Plant über den Auswahlprozess des Duos. Ob „Raise The Roof“ einen ähnlichen Effekt wie der weltweit gefeierte Vorgänger erzielen kann, bleibt abzuwarten - zumal der 73-Jährige mit mutigen, unberechenbaren Soloalben seither eigentlich schon in ganz andere Richtungen unterwegs war und hier nun fast etwas zahm wirkt. Ein feines Werk, dem man die Freude am gemeinsamen Singen anhört, ist Plant/Krauss aber in jedem Fall ein zweites Mal geglückt. dpa

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