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Rita Wilson entführt ihre Hörer in die 70er

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Rita Wilson
Die Sängerin und Schauspielerin Rita Wilson liebt die Popsongs der 70er. © Harper Smith/Gottwald/Public Creations/dpa

Mit Musikgrößen wie Willie Nelson, Elvis Costello und Jackson Browne versetzt Rita Wilson ihre Hörer in die 70er Jahre. Hollywoods Multitalent - Sängerin, Schauspielerin und Ehefrau von Tom Hanks - bringt schon das fünfte Album heraus.

Los Angeles - Rita Wilson ist mit „Now & Forever: Duets“ ein Glücksgriff gelungen - und das auf vielfache Weise. Es sind nicht nur die Hit-Klassiker der 1970er Jahre, wie „Slip Slidin' Away“ (Paul Simon), „Songbird“ (Fleetwood Mac) oder „Fire“ (Bruce Springsteen), die Wilson, 1956 geboren, neu interpretiert.

Hollywoods Multitalent - sie ist auch Schauspielerin („Die Braut, die sich nicht traut“), Produzentin („My Big Fat Greek Wedding“, „Mamma Mia!“) und seit über 30 Jahren mit Tom Hanks verheiratet - hat dafür Legenden wie Willie Nelson, Elvis Costello, Smokey Robinson und Jackson Browne ans Mikrofon geholt.

Klassiker mit viel Liebe interpretiert

Das Duett-Album mit zehn Tracks ist für die Sängerin und Songwriterin eine Hommage an Lieder, die eine ganze Generation - und Wilson als Teenager und junge Frau - geprägt haben. „Diese Songs sind wirklich zeitlos und kommen heute noch an“, schwärmt Wilson im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Es seien die Singer-Songwriter-Jahre gewesen, in denen Künstler sehr persönliche Stücke geschrieben hätten.

Nun möbeln Wilson (65) und ihre Duett-Partner die Klassiker liebevoll, mit viel Seele und einer bunten Stimmen-Mixtur auf. Country-Star Willie Nelson interpretiert mit seiner kratzig-markanten Stimme Paul Simons „Slip Slidin' Away“, Wilson hält mit so kraftvoller wie sanfter Stimme dagegen. „Willie war der Erste, der an Bord kam“, erzählt die Sängerin. Mit 89 Jahren ist Nelson auch ihr ältester Gesangspartner. Sie habe gewusst, dass er mit Simon befreundet sei - Nelson habe für dieses Cover sofort zugesagt.

Den Hit-Song „I'll Be There“ der Soulgruppe Jackson Five mit dem jungen Michael Jackson hat Rita Wilson mit dem schwarzen Country-Newcomer Jimmie Allen neu aufgenommen. Der 37-Jährige, ihr jüngster Duett-Kollege, habe sich diesen ikonischen Song gewünscht. Für Fleetwood Macs Klassiker „Songbird“ konnte sie Josh Groban (41) gewinnen, für das Liebeslied „Let It Be Me“ den jetzt 73-jährigen Singer-Songwriter Jackson Browne.

Einen Lieblingssong hat Rita Wilson nicht

Mit Elvis Costello (68) legte Wilson Springsteens „Fire“ fetzig neu auf, mit dem Sänger und Schauspieler Leslie Odom Jr. (41) die Bee-Gees-Ballade „Massachusetts“, mit Smokey Robinson (82) den Pop-Hit „Where Is The Love“, der einst von Roberta Flack und Donny Hathaway gesungen wurde. Auch die Country-Stars Keith Urban („Crazy Love“), Tim McGraw („If“) und Vince Gill („Without You“) legten sich für Wilson ins Zeug.

Die Frage nach ihrem Lieblingssong wehrt sie lachend ab. „Ich habe zehn Kinder, und ich liebe sie alle gleich viel.“ Alle Musiker hätten mit sehr viel Freude, Verehrung und „großem Respekt“ für die Original-Künstler bei der Aufnahme mitgemacht. Auch die Corona-Pandemie habe dazu beigetragen, dass sie ihr Traumprojekt mit so vielen großen Musikern verwirklichen konnte: Es gab keine Tourneen, keine Auftritte. „Wir sehnten uns danach, etwas zu kreieren und unsere Stimme zu benutzen.“

„Now & Forever: Duets“ ist bereits Wilsons fünftes Studioalbum nach ihrem Debüt „AM/FM“ vor zehn Jahren. Für ihr Album „Halfway To Home“ (2019) hatte sie zuletzt die Songs selber geschrieben, darunter auch „Throw Me A Party“. Das Lied drehte sich um ihre Ängste nach einer früheren Brustkrebsdiagnose. „Ich habe damals meinem Mann (Tom Hanks) gesagt: Falls ich vor Dir sterbe, wünsche ich mir zwei Dinge. Erstens, dass Du recht lange sehr traurig bist, und zweitens, dass Du mir eine große Party ausrichtest“, erzählt Wilson im dpa-Interview.

Nach ihrer jüngsten Duett-Erfahrung mit den männlichen Musikgrößen träumt Wilson schon von einer Fortsetzung mit rein weiblicher Besetzung. „Das wäre ein Riesenspaß.“ Eine Favoritinnen-Liste hat sie schon, weit oben US-Pop-Jungstars wie Billie Eilish, Olivia Rodrigo und Taylor Swift.

Wilson hofft auch, dass ihre Lieblingssongs aus den 1970er Jahren von einer jüngeren Generation wiederentdeckt werden. „Das sind großartige Lieder, und sie sollten auf ganz verschiedene Weise und in möglichst vielen Formaten gehört werden.“ dpa

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