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Montserrat Caballe im Jahr 2006 bei einem Konzert in Santander.

Opernsängerin

Montserrat Caballé ist tot

Die spanische Sopranistin Montserrat Caballé galt als die letzte große Operndiva. Jetzt ist die Katalanin in einem Krankenhaus ihrer Geburtsstadt Barcelona gestorben.

Die spanische Opernsängerin Montserrat Caballé ist tot. Die weltberühmte Sopranistin starb am frühen Samstagmorgen im Alter von 85 Jahren im Hospital de la Santa Creu i Sant Pau in Barcelona. Das bestätigte ein Krankenhaussprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bedauerte auf Twitter die „traurige Nachricht“. „Eine große Botschafterin unseres Landes ist gestorben. Montserrat Caballé, ihre Stimme und ihre Sanftmut werden aber immer bei uns bleiben“, schrieb der Sozialist.

Caballé lag seit zwei Wochen im Krankenhaus. Sie war wegen eines Blasenproblems eingeliefert worden. Die Operndiva wurde seit mehreren Jahren von Gesundheitsproblemen geplagt. Nach einem Sturz vor sechs Jahren konnte die zweifache Mutter und Oma eines Enkelkindes kaum noch gehen und war meist auf einen Rollstuhl angewiesen. Zuletzt trat sie nur noch sitzend auf.

Caballé trat mehr als 4000 Mal auf

Die am 12. April 1933 in Barcelona in der Nähe des Gebirgszuges Montserrat geborene María de Montserrat Bibiana Concepción Caballé i Folch kam seit dem Beginn ihrer Karriere im Jahr 1956 in Basel auf mehr als 4000 Aufritte. Sie galt als die letzte große Operndiva.

Caballé war von 1959 bis 1962 in Bremen engagiert. Nach Aufnahme mehrerer Platten wuchs ihre Fangemeinde in Spanien, aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz schnell. Den internationalen Durchbruch schaffte sie 1965 in der Titelrolle von Donizettis „Lucrezia Borgia“ in der Carnegie Hall in New York.

Einen weiteren Meilenstein setzte sie 27 Jahre später. Mit dem für die Olympischen Sommerspiele in der katalanischen Hauptstadt geschriebenen Song „Barcelona“ wurde sie 1992 dem ganz breiten Publikum bekannt. Sie hatte das Stück 1991 mit dem wenig später an den Folgen von Aids gestorbenen Rockstar Freddie Mercury aufgenommen. (dpa)

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