"Melt!"-Festival in der Baggerstadt Ferropolis

Drei Tage Elektronik-Beats pur: In der Baggerstadt Ferropolis bei Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt steigt an diesem ...

Gräfenhainichen. Drei Tage Elektronik-Beats pur: In der Baggerstadt Ferropolis bei Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt steigt an diesem Wochenende (15.-17. Juli) das "Melt!"-Festival. Mehr als 20 000 Besucher werden zu Europas größten Indie- und Elektrofestival erwartet.

"Mit 150 Künstlern konnten wir im Vergleich zum Vorjahr noch eine Schippe drauflegen", sagte Festivalsprecher Dominik Herrmann der Nachrichtenagentur dpa. Sie wurden auf sechs Bühnen rund um die "Stadt aus Eisen" verteilt, der Spielplan ist drei Seiten lang. Auch das Bauhaus Dessau ist in diesem Jahr ein Teil von "Melt!".

"Wir sind seit Anfang Juni ausverkauft", sagte Herrmann. Fans können sich seinen Angaben zufolge auf ein Wiedersehen mit dem Ex-Oasis-Sänger Liam Gallagher freuen. Er kommt mit seiner Formation Beady Eye. Auch die Editors reisen aus Birmingham nach Ferropolis, ebenso die schwedische Sängerin Robyn, Techno-Guru Paul Kalkbrenner und die Indiepop-Band Architecture aus Helsinki. Für Mike Skinner alias The Streets ist es bereits der dritte Auftritt im Schatten der Braunkohlebagger. "Besonders stolz sind für auf Pulp, die ihr einziges deutsches Festivalkonzert in diesem Jahr bei uns spielen", sagte Herrmann.

Doch "Melt!" bestehe nicht nur aus einem Nonstop-Musikprogramm. "Das Bauhaus Dessau ist mit kostenlosen Workshops, Vorträgen und Führungen dabei", erklärte Herrmann. In der eingerichteten Intro Kneipe in der Orangerie würden Lesungen, Vorträge und Filmvorführungen angeboten. "Es gab schon 2010 eine Annäherung von Festival und Bauhaus. Das haben wir in diesem Jahr vertieft und ausgebaut."

Ganz groß hätten sich die Organisatoren Schlagworte wie Klimaschutz und regenerative Energien auf die Fahnen geschrieben. "Wir sind auf dem Weg zu Deutschlands klimafreundlichstem Festival", sagte Herrmann. Dafür sei ein umfassendes Konzept erstellt worden. So sollen die Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, und an den Buden würden vor allem Speisen und Getränke regionaler Anbieter verkauft. "Der Clou ist eine fahrradbetriebene Handyladestation", betonte Herrmann.

Der Name des mehrtägigen Musikfestivals "Melt!" bedeutet "Schmelze!". Seit 1999 ist es in dem früheren Tagebaurevier in der Nähe von Gräfenhainichen beheimatet. (dpa)

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