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Moses Pelham

Und manchmal ist es wie im Fußballstadion

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
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Moses Pelham gastiert zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen in der Batschkapp – und füllt den Raum mit Aura.

Rund 13 Kilometer sind es von der Rödelheimer Land-, Ecke Kleemannstraße, zur Gwinnerstraße. 13 Kilometer also zwischen dem musikalischen und persönlichen Ursprung von Moses Pelham bis zur Batschkapp, wo er am Donnerstag das Abschlusskonzert seiner Tour gegeben hat. 13 Kilometer aber auch, die schon lange keine Rolle mehr spielen. Denn Moses Pelham ist mehr als nur Rödelheim. Er ist Frankfurt, durch und durch.

Es ist bereits das dritte Mal, dass er während seiner „Herz“-Tournee in Frankfurt spielt. Alle drei Termine waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft, jeweils 1500 Karten. Am Donnerstag begrüßt er sein Publikum mit den Worten „Einen wunderschönen guten Abend, meine geliebte Heimatstadt Frankfurt am Main“. Was bei anderen als Anbiederung ausgelegt werden könnte, nimmt man dem 47-Jährigen sofort ab. Auch, dass er „in der eigenen Stadt doppelt aufgeregt“ sei, wie er sagt.

So, wie man ihm vieles andere auch abnimmt. Zum Beispiel, dass er eine unbändige Liebe zur Musik hat. Seine Begrüßung haut er erst nach dem zweiten Lied raus, bis dahin lässt er die Beats und seine Texte sprechen. Generell redet er eher wenig auf der Bühne, versucht sich nicht als Entertainer zwischen den einzelnen Liedern.

Er überzeugt mit Musik

Er überzeugt lieber mit der Musik. Mit den battlelastigen Stücken von früher, als er noch Teil des Rödelheim Hartreim Projektes war. Mit den tiefgehenden Songs seiner Trilogie „Geteiltes Leid“. Mit den Tracks des aktuellen Albums „Herz“.

Dabei zeigt er seine ganze Bandbreite, die Entwicklung, die er als Künstler und Mensch genommen hat. Einst war er der Mann, der Stefan Raab die Nase brach, heute sitzt er bei „Sing meinen Song“ auf dem Sofa. Das kann man finden, wie man will. Eins aber ist klar: All die Leute, die, so rappt er es, dachten, seine „Liebe sei eine Modeerscheinung“, haben sich kolossal geirrt. Das Publikum honoriert das, feiert „Wenn es nicht hart ist“ ebenso wie „Für die Ewigkeit“ und „You remember“. Moses Pelham schafft es mühelos, den Raum mit seiner Aura zu füllen.

Dafür bräuchte er keine Hilfe. Er nimmt sie sich trotzdem. Zum Beispiel in Form der jungen Rapperin Tice als Sidekick. Sein Gitarrist, Ali Neander von den Rodgau Monotones, brilliert eine Strophe lang als Rapper. Vega und Credibil kommen auf die Bühne, zwei Frankfurter Rapper, die von Moses geprägt wurden. So wie alle ihre Kollegen auch.

Und zwischendurch fühlt es sich sogar wie im Fußballstadion an. „Es gibt nur einen Moses Pelham“ grölt das euphorisierte Publikum, „Erbarme, zu spät, die Hesse komme“ kommt es von der Bühne zurück.

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